Oberbürgermeister Kay Blankenburg: "Ich weiß Ihr Engagement zu schätzen." Seiner Meinung nach darf bei den Bürgern nicht der Eindruck entstehen, "die machen doch, was sie wollen". OB Blankenburg stellte seine Sicht der Dinge im Hinblick auf die "staatliche Liegenschaft" Kurhausbad dar. Der Freistaat sei vertraglich verpflichtet, sie zu erhalten. Darüber habe er mehrere Gespräche mit Bayerns Finanzminister Dr. Söder geführt. Das Kurhausbad sei mit dem Kurhaushotel "innig verwoben". Der Freistaat wolle es auch wieder anschließen, jedoch nicht während der Bauphase des Kurhaushotels.


Menschen "sind bestürzt"

Erwin Stein, der Sprecher der Bürgerinitiative, sagte: "Die Leute sind bestürzt über die Schließung des Bades und können es teilweise gar nicht glauben." Die Unterschriftenliste enthalte zwei Botschaften: Einerseits sei sie ein Protest gegen die Schließung des Kurhaus bades und enthalte die Forderung nach seiner Wiedereröffnung als öffentlich zugängliche Bade- und Gesundheitseinrichtung. Sie zeige die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Politik und mit den Entschlüssen von Stadtverwaltung sowie Staatsbad GmbH. Viele Bürger seien besorgt um ihre Stadt und könnten kein Konzept erkennen, wie sie sich nach den Vorstellungen der Regierenden entwickeln solle.


Aufforderung an den OB

Mit dem Kurhausbad sei ein "einzigartiges Kleinod" geschlossen worden, um vielleicht ein weiteres Behördenzentrum oder ein Archiv dort unterzubringen. Viele Bürger reagierten mit Kopfschütteln. Eine Aufforderung gehe an den OB, ein Konzept für den Weiterbetrieb des Kurhausbades als "Badehaus für Bürger und Gäste der Stadt" zu erstellen. Erwin Stein fügte hinzu: "Nutzen Sie die Kraft der Unterschriften, um bei der bayerischen Regierung für die Wiedereröffnung des Kurhausbades zu kämpfen."

Das Konzept müsse darauf basieren, dass das Kurhausbad für sich allein existieren könne. Sollte es nicht in allernächster Zeit wiedereröffnet werden, seien irreparable Schäden die Folge. In einem Businessplan soll aufgezeigt werden, wie sich der Betrieb des Bades rechnen könne. Ein mögliches Defizit solle minimiert werden. Außerdem heißt es im Statement Erwin Steins: "Stellen Sie dieses Konzept dem Freistaat vor. Wir sind sicher, der Freistaat wird dieses würdigen und dem Kurhausbad eine weitere Chance geben." Weiterhin fordert die Initiative, das Thema ein weiteres Mal im Stadtrat zu behandeln mit dem Ziel, den Schließungsbeschluss aufzuheben.


Listen auch an Minister

"Die Unterschriftensammlung kann und soll als Argument für die Wiedereröffnung und Weiterführung des Bades eingesetzt werden", betonte Stein. Er schlug vor, eine Kopie der Listen dem bayerischen Minister für Finanzen und Heimat, Dr. Markus Söder, zu überreichen.
OB Kay Blankenburg, der das finanzielle Engagement des Freistaates für die Kuranlagen würdigte, ließ erkennen, dass er sich eine Zukunft des "Gebäudes des Kurhausbades" als eine öffentlich zugängliche Einrichtung wünsche. Hilla Schütze sprach sich für eine bessere Werbung aus, und Heinz Steidle sagte, man habe das Kurhausbad in den vergangenen Jahren "runtergefahren".