Festlich und gesellig hat die Jugendkapelle der Garitzer Feuerwehr ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Das traditionelle Wiesn-Fest bildete den Rahmen für die Geselligkeit. In einem Festgottesdienst wurde gemeinsam mit der Feuerwehr Garitz deren 150-jähriges Bestehen gefeiert.

Der Schulgarten neben der Turnhalle war ideal für die Gäste der Jugendkapelle, denn die Bäume boten Schutz vor der Sonne an beiden Tagen. Unter dem dichten Grün standen die Biertischgarnituren für die Erwachsenen, für die jungen Gäste des Wiesn-Festes gab es Hüpfburg, Spielmobil und Kinderschminken. Am Sonntag gab es einen Flohmarkt, und für Technikfans wurden die Feuerwehr-Fahrzeuge LF 10/6 (Löschgruppenfahrzeug) sowie das TFL 8/18W (Tanklöschfahrzeug / Waldbrandbekämpfung) vorgestellt.

Dank des guten Wetters war an beiden Tagen die Resonanz trotz der Konkurrenz in angrenzenden Gemeinden sehr gut, so Vorsitzender Fabian Schopf. Im Mittelpunkt standen die musikalischen Qualitäten der Jugendkapelle sowie von befreundeten Kapellen. War es am Samstag noch die Jugendkapelle selbst und das Vorspielen der Musikschüler, die für das Rahmenprogramm sorgten, so boten am Sonntag die Nüdlinger Musikanten zum Frühschoppen eine stimmungsvolles Begleitprogramm, bevor das Nachwuchsorchester "Little Muppets" und am Abend die Gruppe "Just for Fun" für die Stimmung sorgten.

Der Festgottesdienst bildete den feierlichen Einstieg in den Sonntag, und an den Fahnenabordnungen der Garitzer Vereine und der Stadtteil-Wehren konnte man erkennen, dass etwas Besonderes zelebriert wurde. Im Jahre 1869 wurde die Garitzer Wehr gegründet, im Jahre 1969 die Jugendkapelle - und im Rahmen der über das Jahr gestreckten Events feierten beide gemeinsam den Gottesdienst. Pfarrer Edwin Ziegler drückte in der Begrüßung die Wertschätzung für die Feuerwehren aus und dankte der Jugendkapelle für die musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes und vieler weiterer kirchlicher und vereinsbezogener Aktivitäten.

Mit Blick in die Kirche stellte Pfarrer Ziegler fest: "Ihr füllt die Kirche sichtlich!" - doch nicht nur in den Sitzbänken dominierten die Uniformen der Wehren, sondern auch sechs ehemalige Ministranten absolvierten in Uniform den Altardienst und erhielten Applaus für die Feststellung: "Gelernt ist gelernt".

Auf der Empore zeigten 30 Mitglieder der Jugendkapelle unter der Leitung von Timo-Jan Deen, dass sie nicht nur Unterhaltungsmusik, sondern auch kirchliche Stücke können.

Im Leitspruch "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" dokumentiere sich die enge Verbindung der Feuerwehren zur Kirche, so Gemeindereferentin Barbara Voll. In einer kleinen Diskussionsrunde mit Georg Schmitt und Matthias Hippler erlaubte sie den Kirchgängern Einblicke in die enge Verbindung von Glauben und Hilfe: "Beides heißt, mit Vertrauen auf einen anderen zu leben."

Warum die Feuerwehr 150-jähriges Bestehen feiern könne, wurde mit einem Blick in die Ortschronik beantwortet: Im Jahr 1869 wurde vom Garitzer Ortsvorsteher eine Löschspritze für 700 Gulden gekauft - und dafür brauchte man ausgebildete Helfer. Die damaligen Herausforderungen gelten bei gestiegenen technischen Ansprüchen immer noch und obwohl die Feuerwehren hoch angesehen sind, werde es immer schwieriger, Nachwuchs zu gewinnen.

Auch in der parallel stattfindenden Kinder-Kirche ging es um das Helfen - selbst die Kleinsten wissen schon, dass Polizei, Sanitäter und Feuerwehrleute wichtig sind. Sie bastelten Hände und Herzen als Symbole für das Helfen, die dann im Altarbereich präsentiert wurden. Im Anschluss gab es einen Festumzug von der St.-Elisabeth-Kirche in Richtung Festgelände.