Zu einem Auffahrunfall der besonderen Art kam es gestern gegen 18 Uhr auf der A3 in der Einhausung bei Hösbach. Das berichtet die Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach. Eine in Richtung Frankfurt fahrende 51-Jährige aus dem Landkreis Limburg bremste ihren BMW bis zum Stillstand ab. Die nachfolgenden Fahrer konnten daher nicht mehr rechtzeitig reagieren, so dass es zum Zusammenstoß von insgesamt fünf Fahrzeugen kam.

Nach Vollbremsung: Das ist die Begründung

Grund für die Vollbremsung der Frau dürfte ersten Angaben zufolge die Verwechslung der Pedale sein. Ob nun für alle Fahrzeugführer das Bremsmanöver unvorhersehbar war und jeder seinen erforderlichen Sicherheitsabstand eingehalten hat, ist nun Ermittlungsaufgabe der Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach, welche die Unfallaufnahme übernahm.

Feuerwehr war zufällig vor Ort

Glück im Unglück hatten die Unfallbeteiligten, da sich zufällig ein Fahrzeug der Feuerwehr Waldaschaff im nachfolgenden Verkehr befand. Dieses konnte die Unfallstelle bis zum Erreichen der örtlich zuständigen Feuerwehr Hösbach absichern. Für die nur leicht verletzten Personen war zur Erstversorgung ein Krankenwagen vor Ort. Die Fahrbahn musste zeitweise voll gesperrt werden, was zu ein einem erheblichen Rückstau über die Anschlussstelle Hösbach hinaus sorgte.

Weiterer Unfall am Stauende

Die beteiligten Fahrzeuge erlitten jeweils einen Front- beziehungsweise einen Heckschaden oder auch beides. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Gesamtschaden auf circa 30.000 Euro. Ein Großteil der Fahrzeuge musste abgeschleppt werden. Der Verkehr wurde später über den linken und mittleren Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Nach Bergung der Havaristen und Reinigung der Fahrbahn konnte diese wieder freigegeben werden.

In der Folge ereignete sich aufgrund des Staus ein weiterer Unfall. Hierbei musste ein Kleintransporter einem vorausfahrenden VW Golf ausweichen, um nicht auf diesen aufzufahren. Der 64-jährige Opel-Combo-Fahrer streifte dennoch den VW, sodass es bei beiden Fahrzeugen zu einem seitlichen Streifschaden kam. Der Schaden wird auf 7.000 Euro beziffert.