Eine beispiellose Hilfsaktion in Unterfranken hat ein trauriges Ende genommen: Der 13-jährige Luca aus Obernau (Aschaffenburg) hat den Kampf gegen Leukämie verloren.

Der Verein "Herzmensch" hatte inzwischen sogar über 100.000 Euro gesammelt für eine extrem teure, neuartige Therapie. Doch der Krebs war schneller - Luca starb am Freitag in Unterfranken.

Luca kämpfte lange gegen die Krankheit

Seit 2018 litt der Junge aus Obernau an lymphatischer Leukämie. Chemotherapie und Knochenmarktransplantation hatte er schon hinter sich, doch die Krankheit wollte sich nicht besiegen lassen. Hoffnung brachte eine neuartige "CAR-T-Zell"-Therapie, doch sie kam nicht zum Tragen:.

Wie Andre Döbber vom Verein "Herzmensch" gegenüber dem "Main-Echo" verriet, verging sogar mehrfach zu viel Zeit, um sie noch anzuwenden. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherug (MDK) habe zunächst den Ausgang einer Stammzellentherapie abwarten wollen. Nach einer Chemotherapie war es dann zu spät.

Die letzte Hoffnung ruhte auf einer extrem teuren, neuen Therapie, die aber noch nicht zugelassen ist. Die Prüfung hätte wochenlang gedauert - zu lange für den todkranken Luca. Also musste die Therapie selbst bezahlt werden: Der Verein "Herzmensch" sammelte rund 100.000 Euro für eine letzte Chance. Doch Luca verlor den Kampf gegen die Leukämie, bevor das neue Mittel zum Einsatz kommen konnte, obwohl es bereits eingetroffen war.

Das gesammelte Geld soll nun einem guten Zweck zugute kommen, welchem genau, ist noch nicht bekannt.