Ein zehnjähriger Junge fand sich am Dienstag gegen 16.45 Uhr bei dem Detektiven der City Galerie in der Goldbacher Straße wieder. Dort war er laut Polizei hingebracht worden, nachdem er von einer aufmerksamen Kundin gesehen wurde, wie er versucht hatte, mit einer Schere einen Elektroartikel aus der Verpackung zu lösen.

Als der Junge der 43-jährigen Dame als Erklärung eine kuriose Geschichte erzählte, wurde diese stutzig und brachte ihm zum Detektiven. Doch das war noch nicht alles. Im Büro des Ladens kamen im Rucksack des zehnjährigen noch weitere Elektroartikel zum Vorschein, darunter waren zwei Mobiltelefone, mehrere Power-Banks und eine SIM-Karte.


Der Junge wollte nicht aufhören zu lügen

Der Junge konnte keine Kaufbelege für die Elektroartikel vorweisen und als ein Versuch des Jungen die Artikel zu stehlen nicht mehr außer Frage stand, wurde die Polizei Aschaffenburg dazugerufen. Doch der kleine Junge wollte die Tat nicht gestehen. Darauf verwarf er seine alte Geschichte und erfand einfach eine neue, die die Schuld von ihm weisen sollte. Er erzählte, dass seine Freunde die Sachen gestohlen hätten.

Auch eine Aufnahme der Videoüberwachung brachte den Jungen nicht davon ab, den Polizisten weiterhin nicht die Wahrheit zu erzählen. Der Junge behielt seine Dreistigkeit bei und berichtete den Polizisten eine neue Lügengeschichte und schob dabei die Schuld von einem Freund auf den anderen. Zuletzt beschuldigte er noch seine eigene Schwester. Wie die Polizei mitteilt, brachten die Polizisten ihn anschließend auf die Dienststelle, wo ihn seine Mutter abholte. Da er ein strafunmündiges Kind ist, hat er zwar nicht mit einer Strafanzeige zu rechnen, der Staatsanwaltschaft und dem Jugendamt wird der Vorfall dennoch gemeldet.