Es war eine ergreifende Stunde, das Requiem zu Ehren von Hilke Kracke, die im Alter von 67 Jahren verstorben ist. Mit klassischen Weisen von Robert Schumann, Peter Tschaikowski und Johannes Brahms. Und einer "Romanze per Hilke" des bekannten italienischen Komponisten Nevio Zanardi, eine Uraufführung.
In der historischen Villa Mina wurde einer Frau gedacht, die in der Kulturszene von Arenza, einem Seebad 20 Kilometer westlich von Genua, maßgebend mitgewirkt und auch in Neudrossenfeld Spuren hinterlassen hat. Denn sie war maßgeblich daran beteiligt, dass das Dorf im Rotmaintal und die etwa 10 000 Einwohner zählende Stadt an der ligurischen Küste regen Kulturaustausch pflegten und das immer noch tun. Die Kontakte kamen über ihren Bruder Lutz-Benno Kracke zustande, der bis November 2017 Vorsitzender von focus-europa war.
Diese Künstlervereinigung mit Sitz in Neudrossenfeld , der über 90 Kulturschaffende aus 14 europäischen Ländern angehören, hat seit 2009 Verbindungen zu Arenzano, die in gegenseitigen Ausstellungen gipfelten.
Focus-europa plant bereits den nächsten Coup: Vom 21. April bis 13. Mai wird im Kommunalpark von Arenzano anlässlich der Jahresausstellung "FlorArte" ein großes internationales Künstlertreffen mit Unikaten von Malern und Skulpturen-Artisten über die Bühne gehen. Dabei sind 14 focus-Künstler, die Hälfte davon aus Oberfranken. Lutz-Benno Kracke: "Dank meiner Schwester finden nun schon seit fast einem Jahrzehnt Projekte zwischen Neudrossenfeld und Ligurien statt. Wir sind ihr dankbar, dass durch sie diese Partnerschaft und Vision weiterlebt".