Kronach —  Die erste Kronacher Engagement-Börse zum Schnuppern, Ideen-Klauen, Netzwerken und Ausprobieren gab es im September 2017 zu entdecken. Viele Besucher zeigten sich beeindruckt vom bunt gemischten Angebot der "Engagierten Stadt" und ihrer Kooperationspartner. Am Samstag, 13. Oktober, geht nun der "Markt der Möglichkeiten" in die zweite Runde. Initiator ist die "Engagierte Stadt" mit dem Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement (kurz KoBE) im Landkreis Kronach.

"Ziel der Börse ist es, auf die Vielfalt und Attraktivität des freiwilligen Engagements in Stadt und Landkreis Kronach aufmerksam zu machen, die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen zu fördern sowie vor allem die Gewinnung von Bürgern als neue Freiwillige", verdeutlichen Claudia Ringhoff, Projektkoordinatorin der "Engagierten Stadt", sowie Sabine Nuber vom KoBE. Und das Konzept ging bereits bei der Premiere auf: Jeder Verein konnte mit neuen Kontakten von Interessierten nach Hause gehen. Es gab die eine oder andere konkrete Zusage für ein Engagement und sogar eine neue Projektidee wurde ins Leben gerufen. So motiviert, war man sich einig, dass es eine Fortsetzung der Aktion braucht: noch größer und bunter, mit noch mehr Anbietern, Interessierten und guten Ideen.

Schon 22 Aussteller angemeldet

"Das wird ein schönes Abbild unseres Ehrenamts in der Stadt und im Landkreis", freut sich Ringhoff über die Anmeldung von bislang 22 Ausstellern - mehr als doppelt so viele wie 2017. "Mit bundesweit über 1,8 Millionen Mitgliedern ist der VdK größter Sozialverband Deutschlands", erklärte Kreisvorsitzender Heinz Hausmann. Leider lasse die ehrenamtliche Mitarbeit in den 39 Ortsvereinen im Landkreis nach. Von der Börse erhoffe er sich engagierte Neuzugänge. Dass die Bereitschaft zum Ehrenamt weniger werde, konnte BRK-Ehrenamtsmanager Ralf Schmidt nicht bestätigen. "Das Ehrenamt hat sich verändert", sprach er aus Erfahrung. Ein sich dauerhaftes "Engagieren" über Jahrzehnte gebe es oftmals nicht mehr, sondern eher projektbezogen über einen bestimmten Zeitraum.

Das Ziel, junge Leute ins Ehrenamt zu bekommen, verfolgt Struwwelpeter-Leiter Samuel Rauch. Derzeit verfüge man über knapp 50 Freiwillige in sieben ehrenamtlichen Teams. Bei der Börse übernimmt der Jugend- und Kulturtreff auch den Getränkeausschank und kümmert sich um die Technik. Bei allen Bemühungen dürfe man nicht die Senioren vergessen, appellierte Johannes Hausmann, pädagogischer Mitarbeiter der VHS Kronach. Diese verfügten über einen reichen Erfahrungs- und Wissensschatz sowie freie zeitliche Kapazitäten.