Die Sängergruppe "Sennigshöhe" ist eine verwaltungsmäßig selbstständige Untergliederung des Sängerkreises Coburg-Kronach-Lichtenfels und gehört somit auch zum Fränkischen Sängerbund. Die Gruppe gliedert sich in 14 Gesangvereine, wovon zwölf bei der Hauptversammlung anwesend waren, die im Sportheim des LTV in Gauerstadt stattfand. Der Vorsitzende Leopold Schindler, der vor einem Jahr das Ehrenamt bekleidet, begrüßte die Abordnungen der Vereine. Die Versammlung eröffnete der Männerchor unter Leitung von Markus Ewald.
Einen breiten Raum nahm die Verlesung der neuen Geschäftsordnung ein. Vorstandsmitglied Sebastian Wolf übernahm diesen Part. Die Versammlungsteilnehmer genehmigten einstimmig die Geschäftsordnung.
Da sich vor zwei Jahren kein Vorsitzender fand, stellte sich der neuen Herausforderung Kreischorleiter Leopold Schindler. Ihm zur Seite stehen Sebastian Wolf und Heinz Heilingloh. Aus gesundheitlichen Gründen sei das vergangene Jahr nicht so abgelaufen, wie er es sich vorgestellt habe. Er sei ein wackeliger Kandidat, sagte Schindler über sich selbst. Einige Besuche bei Chören habe er wahrgenommen. Ziel sei es, dass Chöre Kontakt untereinander halten und sich gegenseitig unterstützen. Schindler schwebt ein Gruppensingen alle zwei Jahre vor. Er werde zwei Lieder vorgeben, die alle Chöre einstudieren können, so dass Gruppenchorstunden entfallen. Das Singen auf der Sennigshöhe an einem Nachmittag müsse erhalten bleiben, um auch dem Namen der Gruppe gerecht zu werden.
Schindler sagte, es sei unhöflich, wenn Chöre unentschuldigt bei der Versammlung fehlten. Wenn ein Gesangverein unbedingt aus der Gruppe austreten möchte, könne er dies tun. Er gehöre dann automatisch zur Sängergruppe "Fränkische Krone". Um alle Vereine zu erreichen, bat er um Übermittlung der Kontaktdaten. Damit könnte bei Bedarf auch eine Chorleitervertretung angesprochen werden. Auch feste Auftritte sollten ihm mitgeteilt werden, sagte der Vorsitzende.
Mit dem Kopieren von Noten sollte sehr vorsichtig umgegangen werden. Schindler: "Ein Notensatz für alle Sänger eines Chores ist auf jeden Fall zu kaufen, damit die Gema nicht nachträglich Forderungen stellen kann."
Ein Höhepunkt war die Ehrung des Ehren- und Gründungsmitglieds der Sängergruppe "Sennigshöhe", Rudolf Grellert. Seit 70 Jahren singt er im Gesangverein Wiesenfeld und hat für die Gruppe enorm viel beigetragen. Er wurde mit der goldenen Ehrennadel des Deutschen Chorverbandes und des Fränkischen Sängerbundes sowie einer Urkunde ausgezeichnet. Darüber hinaus überreichte Leopold Schindler einen von der Gruppe prall gefüllten Präsentkorb.
Grüße von der Stadt Bad Rodach und dem gesamten Stadtrat überbrachte die Dritte Bürgermeisterin Nina Klett. Sie sei gekommen, um damit ihre Wertschätzung gegenüber dem Verein zu zeigen, sagte sie. Gemeinsames Singen fördere das Immunsystem und strahle eine positive und heilsame Wirkung aus. "Musik muss man nicht verstehen, man muss sie fühlen", sagte Klett. Dieser Aussage schloss sich der Bürgermeister der Gemeinde Meeder, Bernd Höfer, an: Singen vermittele Heimatgefühl und somit Verbundenheit zum eigenen Ort. Er bedankte sich bei Leopold Schindler für die Übernahme der schwierigen Aufgabe als Vorsitzender. Karin Günther