Der Fränkische Sängerbund plant die Umwandlung und den Umbau des Prälatenbaus des Klosters Weißenohe in ein Chorzentrum mit Gästehaus. Das prestigeträchtige Projekt soll ein Aushängeschild für den Landkreis Forchheim und speziell für das Oberland werden.

Die Forchheimer Abgeordneten Michael Hofmann (CSU, MdL) und Staatsminister Thorsten Glauber (FW) setzten sich nun bei den Beratungen für den Nachtragshaushalt erfolgreich für die Einrichtung in Weißenohe ein und überzeugten ihre Fraktionskollegen davon, dass dafür Mittel aus den Fraktionsreserven zur Verfügung gestellt werden. 1,5 Millionen Euro werden nunmehr im kommenden Nachtragshaushalt 2020 für die Chorakademie Weißenohe veranschlagt. Auf diese Weise kann ein finanzieller Fehlbetrag, der im Zuge des Umbaus entsteht, reduziert werden.

Schritt zur Realisierung

"Dieser interfraktionelle Erfolg und der nun daraus entstehende Haushaltsantrag zeigt uns wieder einmal, welche überregionale Bedeutung der Chorakademie auch in München zugesprochen wird", freut sich der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber. "Somit kann ein weiterer eminent wichtiger Schritt hin zur Realisierung der Chorakademie und des damit verbundenen Schulungs- und Ausbildungszentrums gegangen werden."

Über die gemeinsame Fraktionsinitiative hinaus hat Landtagsabgeordneter Michael Hofmann vom bayerischen Minister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, bereits die feste Zusage, dass zu den 1,5 Millionen Euro aus der Fraktionsinitiative noch weitere 500 000 Euro aus dem Wissenschafts- und Kunstministerium als Verpflichtungsermächtigung in das Projekt fließen werden.

"Deutliches Zeichen gesetzt"

"Damit stehen für die Realisierung des Chorzentrums die zum Ziel gesteckten zwei Millionen Euro zur Verfügung. Der Freistaat hat hier ein deutliches Zeichen für die Fränkische Schweiz sowie die Bedeutung des Singens als Kulturgut gesetzt", betont Hofmann.

Der Einsatz der Abgeordneten hat sich gelohnt: "Wir haben uns auch nicht von behördlichen Bedenken irritieren lassen. Ein paar Hausaufgaben hat der Fränkische Sängerbund allerdings schon noch zu erledigen." red