Die Freie Wählergruppe (FW) Itzgrund setzt bei der Kommunalwahl im März auf einen gemeinsamen Bürgermeister-Kandidaten mit der SPD, es laufen aber getrennte Aktivitäten für den Gemeinderat. Bei der Hauptversammlung im "Bräustübla" in Kaltenbrunn hob FW-Vorsitzender Matthias Bauer hervor, dass in nächster Zeit einschneidende personelle Veränderungen auf die Gemeinde Itzgrund zukämen. Der amtierende Bürgermeister Thomas Werner von der SPD stelle sich nicht mehr zur Wahl und der sachkundige Geschäftsführer ziehe sich in den Vorruhestand zurück. Zwei Leitungsfunktionen würden demnach vakant.

Fachleute sind gefragt

Aus der Sicht der FW könne der Übergang daher "mit Seiteneinsteigern und Neulingen", so Bauer, nicht geschafft werden. Deshalb sei die Wahl der Gruppierung auf Dirk Ruppenstein als Kandidat gefallen, der als Kämmerer die Verhältnisse der Gemeinde seit zwölf Jahren bestens kenne. Der Verwaltungsfachmann habe hohe Kompetenz im Bereich Haushalt, was speziell für die kommenden Jahre immens wichtig sein werde, stellte der Vorsitzende fest. Einziger Wermutstropfen sei, dass er als Parteiloser nicht auf der Gemeinderatsliste stehe.

Nach den verschiedenen Berichten und der Entlastung für die Kassiererin mussten neue Kassenprüfer gewählt werden. Die Versammlung entschied sich für Harald Pfaff, Ralf Mahr und Kathleen Hagemann (Ersatz).

"Dass FW und SPD denselben Bürgermeister-Kandidaten unterstützten, heißt noch lange nicht, dass wir uns mit der SPD zusammenschließen, wie es teilweise in der Gemeinde gestreut wird", stellte Bauer fest. Die gemeinsame Nominierung solle zeigen, "dass uns das Gemeindewohl wichtiger ist als kommunalpolitische Querelen". Man sehe die gemeinsame Unterstützung als einen ersten Schritt, Parteidenken aufzubrechen - zugunsten einer pragmatischen, gemeinwohlorientierten Politik. Ebenso brauche es kompetente Kandidaten für die 14 Personen umfassende Gemeinderatsliste. Am Freitag, 22. November, 20 Uhr, wird im "Bräustübla" Kaltenbrunn die Nominierungsversammlung der FW stattfinden. ka