Denn Krüger, Trainer und Kämpfer der Extreme Arts Academy Haßfurt, ging beim "Champions Day-Mittelrhein Cup" in Wetzlar im Grappling an den Start und holte zwei Medaillen nach Haßfurt.

Rund 600 Kampfsportler aus ganz Europa waren angereist, um sich mit den Besten zu messen. Ein errungener Titel beim "Champions Day" wird von vielen höher angesehen als ein Europameister-Titel eines einzelnen Verbandes.

Krüger, unter anderem deutscher Meister im Kickboxen, startete in der Kategorie Bodenkampf, auch Grappling oder Jiu Jitsu genannt. Im Gegensatz zum Kickboxen darf hier allerdings nicht geschlagen oder getreten werden. Ähnlich wie beim Ringen müssen die Athleten versuchen, ihren Kontrahenten zu Boden zu bringen und dort zu kontrollieren. Der Kampf wird nach Punkten durch Kontroll- und Befreiungstechniken oder durch Aufgabe des Gegners bei Würge- oder Hebeltechniken entschieden.

Im Viertelfinale der Herren in der Gewichtsklasse bis 85 Kilogramm kontrollierte Krüger den Kampf problemlos. Mit einer Wurftechnik brachte er seinen Gegner zunächst zu Boden. Dort hielt der Haßfurter seinen Kontrahenten mit verschiedenen Fixierungstechniken unter Kontrolle und gewann das Duell somit eindeutig nach Punkten. Auch im Halbfinale lief zunächst alles nach Plan. Ähnlich wie im Viertelfinale kontrollierte der 30-Jährige seinen Kontrahenten fast über die gesamte Kampfzeit sicher am Boden und setzte mehrere Hebeltechniken an. Der Gegner nutzte jedoch einen günstigen Moment und schaffte es per Armhebel zum Sieg.

Sieg im Duell um Rang 3

Im Kampf um Platz 3 wurde es spektakulär: Wie in seinen vorherigen Begegnungen hatte Krüger seinen Widersacher im Stand und am Boden unter Kontrolle. Er wechselte zwischen verschiedenen Haltepositionen und setzte nach rund zwei Minuten Kampfzeit zu einer Würgetechnik an, aus der sich sein Gegner nicht mehr befreien konnte. Nach bereits zwei Sekunden klopfte der Athlet auf die Matte.

Neben der Gewichtsklasse bis 85 Kilogramm ging der Haßfurter ebenfalls in der Kategorie "Grand Champion" an den Start. Hier gibt es keinerlei Gewichtsklassen, daher müssen leichtere Athleten versuchen, einen möglichen Nachteil aufgrund des Gewichtsunterschieds mit Geschwindigkeit oder Technik auszugleichen. Auch hier erreichte Krüger Platz 3 auf dem Treppchen. red