Als Alternative zu einem nicht durchführbaren Regenüberlaufbecken im Gemeindeteil Meschenbach hat die Gemeinde Untersiemau am Klingenbach einen neuen Standort gefunden. Das Areal liegt zwischen der B 4 und dem Gewerbegebiet Nord und entspricht der erforderlichen naturnahen Gestaltung. Die zwei geplanten Becken ergänzen und entlasten die Abflussmenge von Oberflächenwasser.
Die Planung für die Maßnahmen muss bis 31. Dezember beim Landratsamt eingereicht sein. Deshalb beschloss der Gemeinderat am Donnerstag bei seiner Sitzung im Rathaus, den Auftrag zur Fertigung des Ergänzungsplans an das Ingenieurbüro Kittner & Weber zu vergeben.
Die beiden Auffangbecken, die bereits bei der Sitzung des Ausschusses IBU vorgestellt wurden, sollen 750 bis 850 Kubikmeter aufnehmen können. Die Kosten, so Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU), werden sich inklusive einer Stichstraße auf etwa 100 000 Euro belaufen.


Große Vorhaben

Kämmerin Ivonne Scholz stellte bei der Sitzung den Zwischenbericht zum Haushalt 2017 vor. Dieser weist am 14. August im Verwaltungshaushalt 81,71 Prozent der geplanten Einnahmen auf. Die Ausgabenmittel seien bisher bis 35,74 Prozent in Anspruch genommen worden. Die Ausgabemittel im Vermögenshaushalt seien nach ihrer Aussage zu 17,86 Prozent in Anspruch genommen worden. Der Schuldenstand betrage 1 057 000 Euro (257,22 Euro pro Einwohner).
Der Ausschuss IBU hatte sich bei seiner letzten Sitzung entschieden, weitere sechs Parkplätze auf dem Freizeitgelände am Schlossteich zu schaffen. Diese sollten auf Schotterrasen (Kosten 10 000 Euro) angelegt werden. Bei der Gemeinderatssitzung brachte der Bürgermeister eine weitere Variante ins Gespräch: Rasenwaben (Kosten 29 000 Euro). Daraufhin fasste das Gremium den modifizierten Beschluss: Nach genauer Analyse erhält das Ingenieurbüro den Auftrag, Angebote zur Herstellung der sechs zusätzlichen Parkplätze in der Bauweise "Rasenwaben mit Stellplatzmarkierung als Grünfläche" einzuholen. Als Alternative gilt Schotterrasen mit wassergebundener Decke inklusive mobiler Abtrennungen mit Hölzern.


Landratsamt steuert etwas bei

Der Gemeinderat hatte im August beim Landratsamt Coburg als Betreiber des Wertstoffhofs Untersiemau einen Antrag auf Verbesserung des Grundkonzepts gestellt. Laut Aussage des Landratsamts könnten bei einem Umbau maximal 40 000 Euro und bei einem Neubau maximal 50 000 Euro übernommen werden. Die bautechnischen Einzelheiten zum Neubau auf dem Gelände seien dem IBU im Juli vorgestellt worden, erinnerte Rolf Rosenbauer.
Nach Auskunft des Ingenieurbüros würden sich die Kosten auf rund 160 000 Euro belaufen. Dazu käme die Verbreiterung der Straße zum Wertstoffhof (Aufwand 42 000 Euro). Da weder für Umbau noch Neubau Haushaltsmittel zur Verfügung stehen, soll dieses Thema in der kommenden Woche im Finanzausschuss beraten werden.
Dem Positionspapier des Landkreises Coburg gegen den Ausbau weiterer Stromtrassen schließt sich, laut Beschluss des Gemeinderats, die Kommune Untersiemau an. Weitere Stromtrassen werden demnach kategorisch abgelehnt.
Das vorhandene Baugebiet "Herrenleite Birkach am Forst" soll um rund sechs Bauplätze erweitert werden. Daher beschloss das Gremium, dem Ingenieurbüro Koenig und Kühnel (Weitramsdorf) den Planungsauftrag für einen dritten Bauabschnitt zu erteilen.