Die Winterarbeitstagung der Fußball-Bayernliga Nord im Vereinsheim der SpVgg Bayern Hof ist unproblematisch über die Bühne gegangen. Ligaleiter Thomas Unger aus Konradsreuth im Landkreis Hof gab einen kurzen Rückblick. Aus dem Schiedsrichterwesen berichtete Ex-Bundesliga-Assistent Walter Hofmann aus Ansbach. Für das Sportgericht Bayern referierte dessen Vorsitzender Heinz Ferber aus Nürnberg.
Spielleiter Thomas Unger blickte kurz auf die bisherige Spielzeit zurück: "Die Saison ist bisher sehr gut verlaufen, es hat kaum Probleme gegeben. Ich danke allen Vereinen für die sehr konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit."
Erfreulich, so konstatierte der Ligaleiter, sei die Entwicklung der Zuschauerzahlen. Im Durchschnitt kamen 332 Besuchern pro Partie, im Vergleichszeitraum vor einem Jahr waren es 311. Seit der Ligareform 2012 mit der Einführung der zweigeteilten Bayernliga hat die Nordstaffel bei den Zuschauerzahlen die Nase gegenüber dem Süden weiterhin vorn. Denn dort passierten bisher im Schnitt 310 Zuschauer pro Partie die Stadiontore.
Es gab zwölf witterungsbedingte Spielausfälle und einen Abbruch. Das Match zwischen dem Würzburger FV und der SpVgg Bayern Hof am siebten Spieltag konnte nicht angepfiffen werden, weil Hof aufgrund eines Staus nicht rechtzeitig angekommen war. Daher entschied das Sportgericht Bayern auf Neuansetzung. Die Partie zwischen der SpVgg Bayern Hof gegen die DJK Ammerthal musste in der zweiten Halbzeit beim Stand von 4:1 für die Hofer Bayern nach einer Gewitterunterbrechung wegen Dunkelheit abgebrochen werden. Nach den Statuten musste die Begegnung wiederholt werden, und in der Neuauflage war Ammerthal mit 4:1 erfolgreich. Der FC Sand hat seine bis zur Winterpause angesetzten Partien alle planmäßig bestritten.


"Noch alles im Rahmen"

Für das Sportgericht Bayern blickte Heinz Ferber zurück. Der 72-Jährige musste feststellen, dass die Zahl der Gerichtsfälle in der Bayernliga Nord im Vergleich zum Vorjahr im gleichen Zeitraum von 20 auf 29 gestiegen sind. "Aber es war trotzdem alles noch im Rahmen." 28 Rote Karten und 40 Mal Gelb-Rot gab es bisher. "Auch wenn es bei den Roten Karten eine leichte Steigerung ist, so lag der Großteil der Sperren doch im unteren Bereich von ein bis zwei Spielen Sperre, und das wiederum ist erfreulich. Denn es gab nichts Dramatisches", zeigte sich Ferber zufrieden. Vor allem sei positiv, dass es bisher in keinem Spiel der Bayernliga Nord einen Verstoß gegen die Platzdisziplin gab, also auch keinen Einsatz von verbotener Pyrotechnik. Auch im Bereich Disziplin in der Coaching-Zone blieb es fast immer ruhig: "Es wurden nur in zwei Fällen Trainer angezeigt. Einen Fall davon konnten wir einstellen", so Ferber weiter, der feststellte: "Insgesamt ist es aus Sicht des Sportgerichtes eine positive Zwischenbilanz für die Bayernliga Nord."
Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter-Assistent Walter Hofmann aus Ansbach berichtete aus dem Schiedsrichterwesen zum letzten Mal, denn im Mai stellt sich der Mittelfranke nicht mehr zur Wahl und scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Verbandsschiedsrichterausschuss (VSA) aus. Dass sich das Verhältnis zwischen Funktionären in der Coaching-Zone und den Schiedsrichtern stark verbessert habe, sei durch nur einen Gerichtsfall gegen einen Trainer belegt: "Wir haben bei der Schulung unserer Assistenten besonderen Wert drauf gelegt", so Hofmann, der aus eigener Erfahrung weiß, wie hitzig es an der Außenlinie zugehen kann. Für die neue Saison ist es geplant, zwölf reine Schiedsrichter-Assistenten vorzuhalten. Diese werden speziell auf ihren Aufgabenbereich geschult. Hofmann merkte auch an: "Wenn der Schiedsrichter keinen Fehler macht, dann regt sich auch keiner auf." Das sei das erklärte Ziel der Unparteiischen, wenngleich dieser Idealzustand sicher nie erreicht werden könne.


Start am 13. Juli

Ligachef Unger informierte noch über einige Änderungen und Termine. Ab der nächsten Saison ist für Trainer in der Regionalliga Bayern die A-Lizenz Pflicht, Ausnahmen gibt es dann nicht mehr. Die Saison 2018/19 in der Bayernliga Nord beginnt am 13. Juli mit dem Eröffnungsspiel. Einen Austragungsort gibt es noch nicht, Bewerbungen seien erwünscht. Der letzte Spieltag in diesem Jahr ist am Wochenende 24./25. November 2018 geplant. Das Spieljahr 2019 startet am 2. und 3. März. Die Saison endet dann am 18. Mai 2019.
Am 4. und 5. Mai 2018 findet in Bad Gögging der BFV-Verbandstag statt. Die Relegation wird auch in diesem Jahr wieder in Hin- und Rückspiel ausgespielt. BFV-Präsident Rainer Koch merkte dazu aber an: "Wir dürfen in Zukunft nicht über vier Spiele pro Verein hinauskommen." 2017 musste Jahn Forchheim sechs Relegations-Partien austragen. dme