Dominic Buckreus

Ungewohnt ruhig ist es beim FC Mitwitz in der Sommerpause zugegangen. Die Steinachtaler haben vor dem Start in die neue Saison der Bezirksliga West nur je einen Abgang und einen Neuzugang für ihre Erste Mannschaft zu vermelden. Viel Grund zur Veränderung gab es schließlich nicht beim FCM. Die vergangene Saison schloss die Mannschaft um Spielertrainer Johannes Müller mit 45 Punkten auf dem siebten Platz ab. Damit konnten die Verantwortlichen zufrieden sein, auch wenn es nach der Winterpause etwas schleppend lief.
Zwei Personalien wiegen aber dann doch schwer im Mitwitzer Lager. Zum einen ist da der Abgang des jungen Torjägers Max Schülein. Der 22-Jährige erzielte in der vergangenen Bezirksliga-Saison 13 Tore und wechselte nun eine Liga höher zum SV Friesen. Ihn soll der drei Jahre jüngere Kevin Kleylein ersetzen. 29 mal kam er in der abgelaufenen Spielzeit für die TSF Theisenort in der Kreisklasse 2 zum Einsatz und schoss sie mit 21 Toren auf Platz 3 der Tabelle. "Kevin hat in der Vorbereitung voll eingeschlagen. Er ist schnell, hat eine gute Ballbehandlung und kann Max auf der Außenbahn über kurz oder lang ersetzen", ist sich sein neuer Spielleiter Harald Weißbrodt sicher.
Der zweite Leistungsträger, der den Mitwitzern fehlen wird, ist Kapitän Mario Totzauer. Der 38-Jährige will etwas kürzer treten und seine Laufbahn in der Kreisliga ausklingen lassen. Auf seiner Außenverteidiger-Position habe sich der 19-jährige Johannes Schmidt in den Vordergrund gespielt, lässt Weißbrodt durchblicken. Die Zweite Mannschaft bekommt zudem mit Christian Grünbeck (vom TSV Neukenroth) und Marco Langer (TSV Coburg-Scheuerfeld) zwei Routiniers, die aber auch in der Bezirksliga zum Einsatz kommen könnten.
In der Vorbereitung kamen auch der letztjährige Top-Torjäger der Mitwitzer, Luis Langbein, und Lukas Riedel immer besser in Fahrt. Langbein hat dieser Zeit die meisten Tore erzielt und scheint seine Leistenprobleme zunächst überwunden zu haben. Und Winterneuzugang Riedel blühe langsam auf, sagt Weißbrodt: "Von ihm erwarte ich mir einiges."
Erwartungsgemäß setzte sich der FC Mitwitz in den drei Begegnungen im Toto-Kreispokal souverän durch. Dazu hätten die Steinachtaler auch in den Testspielen gegen die beiden Landesligisten FC Lichtenfels (1:1) und - obwohl schwach besetzt - gegen den SV Friesen (1:4) gute Leistungen gezeigt, findet der Spielleiter. Nur ein Problem konnte Trainer Johannes Müller wohl noch nicht endgültig lösen: "Wir haben immer gut gespielt, aber an der Chancenauswertung müssen wir noch etwas arbeiten", mahnt Weißbrodt.
Dazu bleiben noch zwei Tage, bis Mitwitz beim FSV Unterleiterbach in die neue Saison startet (Sonntag, 15 Uhr). "Beim ersten Spiel müssen wir aufpassen. In Unterleiterbach herrscht noch Aufstiegseuphorie", sagt Weißbrodt. Nur drei Tage später treffen die Mitwitzer mit dem ASV Kleintettau auf einen zweiten Aufsteiger, bevor sie beim Top-Favoriten VfL Frohnlach antreten müssen. Für seinen FCM wünscht sich der Spielleiter wieder eine sorgenfreie Serie und einen einstelligen Tabellenplatz.