Die Entscheidung über die Auflösung des Gesangvereins "Cäcilia" wurde vertagt, denn dafür fand sich auf der Hauptversammlung nicht die benötigte Dreiviertelmehrheit: Der Verein befindet sich in der Schwebe.
23 stimmberechtigte Mitglieder waren auf der Versammlung; das heißt, es hätten 18 mit Ja stimmen müssen, dann wäre der Verein bereits Geschichte. In geheimer Wahl stimmten 15 Mitglieder für die Auflösung und acht dagegen. Das war zwar deutlich als Stimmungsbild, reichte jedoch nicht, um eine Auflösung der "Cäcilia" durchzusetzen.


Rechtliche Vorgabe

Es war nun schon die vierte Versammlung, bei der es um die Existenz und den Fortbestand des Gesangvereins "Cäcilia" Steinwiesen ging. Die kommissarische Vorsitzende Monika Rohr appellierte, die Situation noch einmal zu überdenken. Vielleicht sei doch jemand bereit, den Vorsitz zu übernehmen. "Ansonsten bleibt uns nur die Option, den Verein aufzulösen." Laut BGB müsse ein Verein aufgelöst werden, falls "ein Vorstand unter sieben Personen gefallen ist", erklärte Bürgermeister Gerhard Wunder. Das treffe auf die "Cäcilia" zu. In der Satzung des Gesangvereins ist geregelt, dass das Vereinsvermögen für kulturelle Zwecke an die Gemeinde geht. Die Mitglieder konkretisierten, dass bei der Auflösung das Geld weiter für die Chorstunden des Kinderchors der Grundschule Steinwiesen verwendet wird. Das vorhandene Piano wird auch der Schule zur Verfügung gestellt.


Stellungnahme

Zu Beginn der Versammlung des Gesangsvereins "Cäcilia" hatte Jürgen Mattes, Ehemann der bisherigen Vorsitzenden Michaela Mattes, eine Stellungnahme abgegeben über den Shitstorm gegen den bisherigen Vorstand - besonders gegen Michaela Mattes. Sollte das nicht aufhören, "werden wir rechtliche Schritte einleiten", bekräftigte Jürgen Mattes. sd