Will die Stadt Zeil ihr von Schießung bedrohtes Hallenbad retten, braucht sie auf jeden Fall Hilfe von dritter Seite. Die Stadt kann weder Generalsanierung noch Neubau aus eigener Kraft schultern. Das machte der Zeiler Bürgermeister Thomas Stadelmann bei der Sitzung des Stadtrats am Montagabend im Rathaus deutlich. Er bekam dabei Unterstützung aus berufenem Munde: Der CSU-Stadtrat Marcus Fröhlich sieht das ebenso, und er muss es wissen, schließlich ist er im Hauptberuf der Kämmerer des Landkreises Haßberge.
Der Zeiler Stadtrat hatte vor einigen Wochen beschlossen, dass das marode Hallenbad Mitte 2019 geschlossen werden muss. Außerdem wurde ein Investitionsstopp verhängt. Damals schon wurde deutlich gemacht, dass das Bad nur weiter bestehen kann, wenn es generalsaniert oder neu gebaut wird (Kostenvolumen jeweils sechs bis sieben Millionen Euro). Dazu braucht es die Unterstützung des Freistaates, und selbst wenn Bayern bei einer Sanierung oder einem Neubau helfen sollte, bleiben hohe Unterhaltskosten, die die Stadt bisher schon drücken (etwa eine Viertelmillion Euro im Jahr).


Mit den Nachbarkommunen?

"Ohne Beteiligung Dritter" werde es kein Hallenbad mehr in Zeil geben, betonte Bürgermeister Stadelmann. Er denkt dabei nicht nur an den Staat, sondern auch an die umliegenden Gemeinden. Das sei auch der Tenor eines Gesprächs bei Landrat Wilhelm Schneider gewesen mit Vertretern anderer Kommunen, sagte er. Ein Bad kann es danach nur als Allianz-Bad geben. Über diese und weitere Fragen will ein runder Tisch zum Thema Hallenbad diskutieren, der am Freitagnachmittag, 18. Mai, in Zeil zusammenkommt (öffentlich).