Auch in diesem Jahr hieß es beim Ferienprogramm der Marktgemeinde Maroldsweisach wieder: "Mit Förster Rupert Fichtner durch Wald und Flur." Bei herrlichem Wanderwetter konnte der ausrichtende CSU-Ortsverband vor dem Schloss Birkenfeld die Kinder und einige Eltern begrüßen.
Dabei gab es im Vergleich zu den Vorjahren einige Premieren. So war der jüngste Teilnehmer gerade einmal zweieinhalb Monate alt und wurde von seiner Mama die gesamte Strecke im Tragetuch getragen, was ihm sichtlich gefiel. Der jüngste Marschierer war zweieinhalb Jahre. Auch er bewältigte die Strecke - teilweise auf Papas Schultern - mit Freude. Auch internationale Gäste aus Argentinien nahmen an der Exkursion teil. Mit von der Partie war auch der junge, sich in Ausbildung befindliche Jagdhund - ein "Deutscher Wachtelhund" - des Försters mit Namen "Zambo".


"Insektenhotel" ist intakt

Los ging es zunächst in Richtung Büchelberg. Hinter dem Schloss erklärte Rupert Fichtner erst einmal, wie und wann das Schloss Birkenfeld erbaut worden war und wie es bis in die heutige Zeit erhalten werden konnte. Dann ging es weiter zum "Insektenhotel", das die Kinder vor einigen Jahren erbaut hatten. Hier konnte man feststellen, dass es von diversen vielbeinigen Bewohnern angenommen worden war.
Auf dem Weg zur Jagdhütte auf dem Büchelberg erklärte Fichtner viel über das Leben in Wald und Flur bzw. über die Hege und Pflege der Natur, des Waldes und dessen Bewohner. Die Kinder hatten dazu sehr viele Fragen.
Damit die Marschierer auch genügend Flüssigkeit zu sich nehmen konnten, hatte der Förster unterwegs zwei Getränkedepots eingerichtet. Beim zweiten Getränkestopp durfte "Zambo" den Teilnehmern zeigen, was er alles schon gelernt hat und am heutigen Samstag bei der Hundeprüfung beweisen muss. Hier durften die Kinder auch die moderne Hundebox, das temperierte und geräumige Wohnzimmer des Hundes, bestaunen und auch einmal selbst ausprobieren. Fichtner erklärte, wie anstrengend und intensiv die Ausbildung eines guten Jagdhundes ist, wieviel Prüfungen der Hund ablegen muss und was man bei der Ausbildung alles an Material benötigt.
Nachdem alle Fragen zufriedenstellend beantwortet und "Zambo" seine Belohnung bekommen hatte, ging es weiter quer durch den Wald zur Jagdhütte, wo nach zweieinhalb Stunden Marsch Adolf Korn und Willi Gräbner mit der Mittagsverpflegung vom Grill warteten.


Siebenschläfer in Nistkästen

Nach dem Mittagessen wurde noch rund um die Hütte getobt und dann, nochmals gestärkt mit Süßigkeiten, der Rückweg angetreten. Dabei wurden noch sieben Nistkästen, die bei früheren Ferienprogrammen gefertigt worden waren, auf eventuelle "Mieter" kontrolliert.
Drei Kästen wiesen Meisennester auf, die entfernt wurden, um für die neue Brut im Frühjahr wieder einsatzbereit zu sein. In einem Kasten hatten sich Hornissen ihr Nest gebaut und aus drei Kästen schauten den Wanderern Siebenschläfer entgegen. Diese durften, nachdem die Kinder sie bestaunt hatten und die Klappen wieder geschlossen waren, in Ruhe weiterschlafen. red