369 Verkehrsunfälle ereigneten sich von Juni letzten Jahres bis einschließlich Mai 2018 auf den 85 Kilometern, die die Bundesstraße durch Unterfranken führt - jeden Tag also ein Unfall. Damit stieg die Zahl der Unfälle laut Polizeiangaben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nochmals an.
Für die unterfränkischen Polizeidienststellen, in deren Bereich die B 279 verläuft, war dies Anlass, am Donnerstag erneut Schwerpunktkontrollen auf dieser Bundesstraße durchzuführen, wie Detlef Hauck von der Polizeiinspektion Ebern mitteilt.
Für den Straßenverkehr sind auf dieser Bundesstraße in Unterfranken die Polizeiinspektionen Bad Neustadt/Saale und Bad Königshofen und für einen Abschnitt von 26 Kilometer die Polizeiinspektion Ebern zuständig. Unterstützt werden diese Dienststellen dabei von der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck.
Die B 279 ist eine wichtige überregionale Verbindung zwischen den beiden Zentren um Fulda im Nordwesten und Bamberg im Südosten. Sie ist auch eine direkte Verbindung der Bundesautobahn A7 Kassel-Würzburg und der Bundesautobahn A73 Suhl-Nürnberg.


Noch immer viele Verstöße

Im Bereich der PI Ebern wurden am Donnerstag einmal mehr die Gurtanlegepflicht und das Handyverbot überwacht. Dabei waren hier immer noch diverse Verstöße festzustellen. Des Weiteren wurden auch Geschwindigkeitsmessungen durch Beamte der PI Ebern sowie der VPI Schweinfurt-Werneck durchgeführt. Obwohl die Mess-Beamten zum Teil in Uniform und mit einem Streifenwagen völlig offen agierten, gab es auch in diesem Bereich zahlreiche Beanstandungen zu verzeichnen.
Aber nicht nur der fließende Verkehr wird von der Polizei überwacht. Auch bei Kontrollen von Baustellen und Verkehrslenkungsmaßnahmen wurden im Vorfeld bereits Verstöße festgestellt. Insgesamt wurden bei der Verkehrsüberwachung im Auftrag des Polizeipräsidiums Unterfranken - dabei gab es 370 Kontrollen auf der gesamten unterfränkischen Strecke - 2992 Verwarnungen mit Verwarnungsgeld verhängt sowie 610 Anzeigen erstattet.
Die 369 Verkehrsunfälle (Vorjahr 343) von Juni 2017 bis Mai 2018 auf der B 279 gliedern sich in 41 Unfälle mit Personenschaden (Vorjahr 38) und 40 Unfälle mit schwerwiegender Ordnungswidrigkeit (Vorjahr 45) auf. Übrig bleiben 288 sogenannte Bagatellunfälle, von denen alleine exakt 236 Wildunfälle waren.
Trotz der allgemein leicht angestiegenen Unfallzahlen bei stetig zunehmendem Verkehr wurden aber signifikant weniger Personenschäden verzeichnet. So wurden nur noch 14 Menschen schwer verletzt, im Vorjahr waren es noch 24. 37 Personen wurden leicht verletzt (Vorjahr 43). Und: Zuletzt ereignete sich kein einziger tödlicher Unfall, im Vorjahr hatte es noch sieben Todesopfer auf der Strecke gegeben.
Neben der Erhöhung der Aufmerksamkeit im Straßenverkehr ist es das vorrangige Ziel von derartigen Kontrollen, den Straßenverkehr sicherer zu machen. So zeigt eine Studie, dass sich durch die Senkung der Durchschnittsgeschwindigkeit um nur einen Stundenkilometer das Unfallrisiko bereits um vier Prozent verringere, erklärt Hauck. red