Damit mehr Stellplätze hinter einem noch zu bauenden Haus entstehen können, genehmigten die Mitglieder des Eggolsheimer Bau-, Umwelt-, Energie-, Landschafts- und Forstausschusses die Errichtung eines Carports im Bereich des Lärmschutzwalles.
Dieser muss mit einer ausreichend dimensionierten Stützmauer abgefangen werden, schließlich muss der Bauausschuss mit dem Mäher oben fahren können, damit die Pflege gewährleistet ist. "Es entstehen mehr Stellplätze", benannte Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB) den als vorteilhaft erkannten Effekt.


Die öffentlichen Belange

Außerdem wird die Dammkrone an dieser Stelle breiter, da hinter der Stützmauer der Damm aufgefüllt wird. Thea Göller (CSU) monierte, dass hier eine Ausnahme gemacht würde: "Was machen wir, wenn der nächste damit kommt?"
"Hier zählen die öffentlichen Belange", stellte Schwarzmann klar, da anschließend die Fahrzeuge nicht mehr auf der Straße geparkt würden. Im Rahmen der Verkehrsüberwachung ließe sich später überprüfen, ob die Fahrzeuge tatsächlich im Carport abgestellt würden, merkte Monika Dittmann (BB) an, bevor die Marktgemeinderäte mit einer Gegenstimme für den Antrag stimmten.
Fast allen anderen Bauanträgen stimmten sie einstimmig zu, bei der Errichtung einer Lagerplatzüberdachung lediglich mit der Auflage, dass diese die gesetzlichen Abstandsflächen zur Grundstückgrenze einhalten müsse, ein Bauantrag wurde mit zwei Gegenstimmen genehmigt.


Material und Maschinen

Eine Bürgerin stellte dem Markt Eggolsheim kostenlos zwei Garagen zur Verfügung, diese sollen künftig am Ende des Zufahrtsweges zum Friedhof Eggolsheim aufgestellt werden, damit in ihnen Material und Maschinen für die Arbeiten auf dem Friedhof untergebracht werden können.
Ebenso sollen im Bereich des Zufahrtsweges einige Parkplätze entstehen: "Das werden aber keine Nobelparkplätze", warnte Schwarzmann, da die Fläche lediglich geschottert werde. Die Verwaltung hat die einzelnen Friedhöfe in Eggolsheim, Weigelshofen, Drosendorf und Drügendorf dahingehend überprüft, an welchen Standorten mögliche Grabstätten für neue Formen der Urnenbestattung denkbar seien. Dazu zählt die Möglichkeit eines Urnensammelgrabes, einer teilanonymen Grabstätte für Urnen, an der jeweils Plaketten darauf hinweisen, wer dort bestattet ist. Monika Dittmann fehlte der persönliche Bezug an einem solchen Sammelgrab, doch Bürgermeister Schwarzmann wies darauf hin, dass die Ruhefrist bei einzelnen Urnengräbern nur zehn Jahre sei: "Wir müssen den neuen Tatsachen der Bestattungskultur Rechnung tragen".
Immerhin wollten viele Menschen ihren Nachkommen keine Arbeit mehr bereiten und in einer Urne bestattet werden. "Wir brauchen dafür einen Friedhofsplaner als Fachleute für Gestaltung", konstatierte Schwarzmann und die Marktgemeinderäte des Bauausschusses gaben der Verwaltung grünes Licht für die Ausarbeitung eines weiterführenden Konzeptes.