Die DJK Ammerthal hat den Klassenerhalt in der Fußball-Bayernliga mit einem Sieg gegen Jahn Forchheim perfekt gemacht. Da die SpVgg Weiden am Vortag beim starken Aufsteiger DJK Gebenbach mit 3:1 gewonnen hatte, brauchten die Oberpfälzer noch einen Punkt für den Ligaverbleib.

DJK Ammerthal -
SpVgg Jahn Forchheim 2:2

Der "Jahn" ist in dieser Saison nur schwer kleinzukriegen. In Ammerthal holten die Forchheimer in Unterzahl nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt , und vergrößerten den Vorsprung auf den TSV Großbardorf, der ebenfalls noch auf Rang 7 schielt. Dabei begann die Partie im Oberpfälzer Kleinod nicht gerade vielversprechend.
Die Kicker der DJK kamen auf ihrem kleinen Platz engagierter, williger und konzentrierter aus den Katakomben und stellten die Forchheimer vor einige Probleme. Nicht unverdient gingen die Hausherren durch Michael Dietl daher nach nur elf Minuten in Führung und behielten bei heißen Sommertemperaturen auch in der Folge das Heft in der Hand.
Dass die Partie nicht vorzeitig entschieden war, war Jahn-Keeper Matthias Götz zu verdanken. Der Routinier lieferte in seinem "Heimspiel" - er wohnt nur wenige Kilometer von Ammerthal entfernt - bei seinem ehemaligen Klub eine Galavorstellung ab, klärte schon vor der Pause einige gefährliche Bälle in überragender Manier. "Da hält er uns absolut im Spiel", sagte SpVgg-Abteilungsleiter René Hofmann, der vor der Pause nur zwei Aktionen seiner Elf sah: Erst scheiterte Jens Wartenfelser, als er allein vor Ammerthal-Keeper Sommerer auftauchte, dann sah Steffen Müller "Rot": Er fällte seinen Gegenspieler im Mittelfeld recht robust und hatte vorzeitig Dienstende (41.).
Die DJK wollte dem 1:0 weitere Treffer folgen lassen, was Götz mit weiteren Parade verhinderte. Erst gegen Tom Abadjiew war er machtlos (71.). Der Sieg der Heimelf zeichnete sich immer mehr ab, dann kippte die Partie urplötzlich: Youngster Drazen Misic hielt fast schon aus Verzweiflung aus gut 35 Metern drauf und überrascht den im Tiefschlaf befindlichen Sommerer (82.). Weil Ammerthal die Partie zu diesem Zeitpunkt gedanklich bereits abgehakt hatte, kam, was kommend musste: Die Forchheimer bekamen die zweite Luft und durften am Ende einen zwar glücklichen, aber aufgrund des enormen Willens verdienten Zähler mit in die Heimat nehmen. Nach einem Angriff über die rechte Bahn bediente Jens Wartenfelser Joker Adem Selmani, der noch scheiterte. Doch Misic stand goldrichtig, musste nur noch abstauben und stellte damit den Spielverlauf vollends auf den Kopf (88.).
SpVgg: Götz - Gumbrecht (64. Misic), Schäferlein, Weiler, Schwinn, Hagen, Müller, Mönius, Wartenfelser, Güngör (76. Steiner), Nagengast (55. Ad.Selmani)