petra malbrich Egal, ob man seinen Urlaub in der Fränkischen Schweiz verbringen möchte oder hier lebt: Der Landkreis Forchheim hat für jeden etwas zu bieten. Unter den unzähligen Angeboten gibt es mindestens zehn Orte, die Urlaubsreisende auf jeden Fall gesehen haben sollten.

1. Das beginnt mit der Kreisstadt Forchheim selbst. "Sie ist eine der ältesten Städte Frankens", erklärt Nico Cieslar, Leiter der Tourist-Info Forchheim. Neben dem alten Fachwerk, das einfach begeistert, ist in der Altstadt vom Mittelalter bis zum Barock vieles erhalten. Dann gibt es die Festungsanlage, die auf jeden Fall besichtigt werden sollte, und allein der Kellerwald, in dieser Größe "weltweit einzigartig", ist eine Reise wert. Die Kellerwirtschaften haben das ganze Jahr über geöffnet und das ist schon wegen der Biervielfalt ein echter Genuss.

2. Die Erlebnismeile in Pottenstein erfüllt die Wünsche der ganzen Familie, insbesondere der Kinder und das für mehrere Tage; denn ein Nachmittag reicht nicht, um alles zu erleben. Da sind die Sommerrodelbahn, das Bootfahren auf dem Schöngrundsee oder der Kletterwald, wie Vera-Heidrun Wölfel von der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz informiert. Erst vergangenes Jahr wurde mit dem Skywalk ein neues Highlight eingeweiht. Das ist eine Art Brücke über das Tal. Bauchkribbeln für den einen oder anderen inklusive, trotzdem ungefährlich. Wer lieber Boden unter den Füßen spüren möchte, kann wandern oder E- Bike fahren. "Es kommt ständig mehr dazu", betont Wölfel.

3. Bei einem Urlaub im Landkreis müssen die drei Schauhöhlen - die Binghöhle, die Teufelshöhle und die Sophienhöhle - auf die Liste der Sehenswürdigkeiten, die unbedingt gesehen werden sollten. Seit vergangenem Jahr hat die Teufelshöhle eine neue Lichtanlage. Die Sophienhöhle bei Burg Rabenstein bietet eine Kombination aus Höhlenführung, Burgführung und zeigt die Falknerei; die Binghöhle bei Streitberg beeindruckt mit der Märchenführung oder anderen Themenführungen wie der in die Welt der Fledermäuse.

4. Der Landkreis liegt an der Burgenstraße. Viele der Burgen sind sehr sehenswert. Allen voran die Burg Neideck, die nicht nur einen wunderbaren Blick auf den Landkreis bietet, sondern an der auch wunderschöne Wanderwege ihren Ausgangspunkt haben. Das Schloss Greifenstein bei Heiligenstadt fasziniert mit kurzweiligen Führungen. Vor allem die männlichen Besucher dürften von der Waffenführung beeindruckt sein. Mit verschiedenen Events verspricht Burg Rabenstein unvergessliche Momente.

5. Eher eine Nischendelikatesse, jedoch weltweit bekannt, ist das Klettern im Trubachtal. "Es ist ein international bekanntes Klettergebiet", erklärt Wölfel und hat durchaus auch schwierige Kletterfelsen zu bieten.

6. Gerade die Gebiete um Heiligenstadt herum sowie bei Pegnitz und Pottenstein sind ideal zum Mountainbiken. Bei Heiligenstadt sind ausgewiesene Strecken, die diesen Sport zu einem unvergesslichen Urlaubserlebnis werden lassen. Doch auch so lädt die landschaftliche Idylle und Vielfalt zum Radeln, Wandern und Staunen ein.

7. Der Fünf-Seidla-Steig von Weißenohe über Gräfenberg und Hohenschwärz nach Thuisbrunn muss nicht mehr beworben werden. Relativ neu hingegen ist der Brennerei-Weg rund um die Brennereien am Walberla. Neun Dörfer und sechs Gasthäuser liegen an diesem Wanderweg. Für den Rundwanderweg werden 6,5 Stunden als Zeitbedarf genannt, er startet am Bahnhof in Gosberg.

8. Allein die über alle Dörfer verstreuten Festivitäten zeigen, wie attraktiv der Landkreis Forchheim zu jeder Jahreszeit ist. Das beginnt schon im Winter mit den Lichterfesten, die teils bereits im Januar stattfinden und wöchentlich versetzt nicht nur religiöse Tradition beleuchten, sondern auch die Landschaft in ein Lichtermeer tauchen.

9. Weltweit bekannt sind Forchheim und die Dörfer im Landkreis für die Tradition des Osterbrunnenschmückens. In jedem Ort ist mindestens ein Osterbrunnen farbenfroh geschmückt. Nicht nur bunte Eier oder Ostereier mit originellen Motiven schmücken den Brunnen. Die Osterbrunnenschmückerinnen sind sehr kreativ und erfinderisch, um ein besonderes Thema auf den Girlanden um den Brunnen herum hervorzuheben. Der Bieberbacher Osterbrunnen, der es ins Guinness-Buch der Rekorde schaffte, ist wohl der bekannteste.

10. Auf jeden Fall lohnt es sich, die Attraktionen der einzelnen Orte genau anzuschauen. Diese haben eigene lohnende Ziele und Sehenswürdigkeiten wie den Sagenweg in Gräfenberg oder das Turmuhrenmuseum. Etwas ganz Urtümliches und Kurioses ist in Thurnau zu finden. Dort gibt es noch drei der sogenannten Tanzlinden. Eine Linde, in der ein Tanzboden ist und auf dem richtig getanzt werden kann. Noch mehr Freizeitangebote aus der Region gibt es im Internet unter www.fraenkische-schweiz.com.