Michael Busch Ob der französische Politiker Aristide Briand Probleme mit der Wohnungsnot hatte, ist nicht überliefert. Er ist mehrfach umgezogen, hat große Städte wie Paris und Nantes bewohnt, und hat als Sozialist zumindest die soziale Ungleichheit, die von der damaligen konservativen Bourgeoisie akzeptiert wurde, bekämpft.

Ausgerechnet in der nach ihm benannten Straße, der Aristide-Briand-Straße auf der Herzo-Base soll die Wohnungsnot nun gemildert werden. Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker informierte sich vor Ort in einer Musterwohnung über die Entwicklung der Bauten in dieser Straße.

85 Prozent Projektstatus

Matthias Bauer vom Bauträger GBI nannte die Zahlen: "129 Wohneinheiten insgesamt, davon 82 frei finanzierte Mietwohnungen und 47 geförderte Wohneinheiten." Mitte November sollen die ersten Einheiten auf der Herzo Base, zweiter Bauabschnitt, bezugsfertig sein.

Die Zeichen stehen gut, der Projektstatus stehe bei 85 Prozent, macht der Bauträger auf seiner Internetseite Werbung. Die 47 Wohnungen im sozialen Wohnbau mit einkommensorientierter Förderungen sollen Anfang 2020 zum Bezug fertig sein.

Bürgermeister German Hacker hatte vor dem Besuch erklärt: "Es ist die Fertigstellung des langersehnten Projektes, Wohnraum zur Verfügung zu stellen, um den Markt ein Stück weit zu entlasten." Er sagte, dass Interessenten sich an Marcus Neeser von der Koordinierungsstelle Wohnraum wenden sollten.

Der hat bereits gut 120 interessierte Wohnungssuchende auf seiner Liste. Dieser werden dann in Zukunft versorgt werden. Wenn alles fertig ist, werden die Menschen in der Aristide-Briand-Straße auf über 10 000 Quadratmeter Grundstücksgröße zusammenleben. 202 Autostellplätze sollen die Straßen freihalten.

Die Wohnungen selber sind in den Blöcken auf bis zu fünf Stockwerke verteilt. Die Größe startet mit 32 Quadratmeter großen Ein-Zimmer-Wohnungen und geht bis zu einer Größe von 100 Quadratmetern bei vier Zimmern. Die besuchte Musterwohnung mit einer Größe von 80 Quadratmetern kostet ohne Förderung, mit Tiefgaragen-Stellplatz 1050 Euro warm.