Alles wieder auf Anfang: Im Stadtteil Rögen wollte die Stadt ursprünglich zwischen der Löbelsteiner Straße und der Straße Am Eichholz einen Erschließungsplan verwirklichen, um dort Wohngebäude errichten zu können. Aber oberhalb befindet sich der Verkehrslandeplatz Brandensteinsebene und das Luftamt Nordbayern wies vor zwei Jahren auf die Lärmbelästigung hin. "Weil die Planung von einem erheblichen Konfliktpotenzial geprägt ist (...), wird die Planung eingestellt", beschloss der Senat im Jahr 2017. Damit gab sich die Firma Schopf & Teig aus Rödental nicht zufrieden und gab selbst eine schalltechnische Untersuchung in Auftrag. Danach werden am Tag "die Orientierungswerte der Geräuschimmissionen durch den Landeplatz unterschritten".

Der Bau- und Umweltsenat hob seinen früheren Beschluss auf und befürwortete einen Vorhaben- und Erschließungsplan für das 1,4 Hektar große Grundstück. Vorgesehen sind in Rögen mehrere Doppel- und Einzelhäuser. SPD-Stadtrat Andreas Gehring mahnte an, die Ein- und Abflugschneise in den Kaufverträgen zu erwähnen, "dann weiß jeder, dass eine Lärmbelästigung möglich ist". Gegen den neuen Erschließungsplan sprachen sich Petra Schneider (SPD) und Wolfgang Weiß (B 90/Grüne) aus.

Die Ebensfelder Baufirma Raab hat am Hinteren Glockenberg zwei Grundstücke erworben und wird dort zwei Häuser mit insgesamt acht Wohnungen errichten. Dazu kommen noch sechs Carports und drei Garagen. Noch stehen an dieser Stelle zwei Gewächshäuser. Der Bau- und Umweltsenat gab am Mittwoch mehrheitlich grünes Licht für den Bau einer neuen Stich- und Erschließungsstraße mit einer Länge von 38 Metern und einer Breite von sechs Metern. Dazu stellt die Stadt auch Teile ihrer Grundstücke zur Verfügung.

Die Erschließungsstraße vom Hinteren Glockenberg aus ist nach den Worten von Stadtplaner Karl Baier eine Option für künftige Bauten im Wiesengrund zwischen Friedhof und Gustav-Hirschfeld-Ring.

Ob dort jemals Wohnhäuser gebaut werden, sei genauso ungewiss wie der Verbleib oder Umzug des Klinikums, so Karl Baier. "Wir wollen uns aber für die Zukunft nichts verbauen." cw