Um das Wohngebiet Ackerlänge nach Nordosten hin abzurunden und eine Lücke zu schließen, wurde in der jüngsten Sitzung des Aurachtaler Gemeinderats der Bebauungsplan "Ackerlänge V" aufgestellt. Wie Bürgermeister Klaus Schumann (ÜWB) erläuterte, werden mit dem Bebauungsplan Teilbereiche des rechtskräftigen Bebauungsplanes mit integriertem Grünordnungsplan "Ackerlänge I" zum zweiten Mal geändert. Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes grenzt im Süden, Westen und Osten an die bestehende Bebauung und im Norden an die freie Flur an.

Eine Wohneinheit pro Gebäude

Festgesetzt wurde ein allgemeines Wohngebiet und dass Betriebe des Beherbergungsgewerbes, sonstige nicht störende Gewerbebetriebe (Anlagen für Verwaltungen, Gartenbaubetriebe, Tankstellen) im Plangebiet nicht zulässig sind. Im gesamten Plangebiet ist pro Wohngebäude maximal eine Wohneinheit zulässig, um so den Charakter der umgebenden Bebauung und das vorherrschende Ortsbild zu bewahren. Zulässig sind maximal zwei Vollgeschosse und das zweite Vollgeschoss ist nur im Dachgeschoss zulässig. Wegen des Geländezuschnitts sind am nördlichen Rand maximal drei Geschosse zulässig, das zweite im Untergeschoss und das dritte im Dachgeschoss. Die maximale traufseitige Wandhöhe beträgt bei zweigeschossiger Bebauung vier Meter, die maximale Firsthöhe neun Meter.

Abstandsflächen einhalten

Die durch die Baugrenzen ausgewiesene überbaubare Grundstücksfläche darf nur dann voll ausgenutzt werden, wenn die vorgeschriebenen Abstandsflächen eingehalten werden. Garagen und Carports sind auf Privatgrund nur innerhalb der Baugrenzen zulässig und müssen der BayBO entsprechen. Stellplätze können bis zu einer Fläche von 25 Quadratmeter überall auf dem Grundstück errichtet werden.

Ein Laubbaum ist Pflicht

Die nicht überbaubaren oder durch Nebenanlagen, Wege- und Stellplatzflächen überplanten Grundstücksflächen sind gärtnerisch zu gestalten, durch Strauch- und Baumpflanzungen aus überwiegend standortheimischen Gehölzen zu begrünen und dauerhaft zu unterhalten. Zur Durchgrünung des Baugebietes ist dabei mindestens ein Laub- oder Obstbaum je Baugrundstück zu pflanzen, dauerhaft zu unterhalten und bei Ausfall gleichartig zu ersetzen. Nadelgehölze 1. und 2. Wuchsordnung sowie eine randliche Einfriedung der Grundstücke mit Nadelholzhecken ist unzulässig. Fassaden- und Wandbegrünung sind zulässig. Als vorgezogene Kompensationsmaßnahme (CEF-Maßnahme) für die Feldlerche ist auf einer Teilfläche von rund 960 Quadratmetern im Ortsteil Neundorf ein Blüh(acker)streifen anzulegen. Die Ausgleichsfläche innerhalb des Geltungsbereiches mit rund 2336 Quadratmetern wird dem Ökokonto der Gemeinde Aurachtal für späteren Ausgleichsbedarf zugeordnet.