Josef Hofbauer

Einstimmig hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung den Planentwurf für das "Wohnquartier Schulstraße" gebilligt. Auf dem Areal zwischen der Grund- und Mittelschule im Norden und dem Blumenladen im Süden, zwischen der Schulstraße und dem Leinengraben sollen 25 Wohneinheiten entstehen. Die Planung von Architekt Tim Gräßel sieht acht Einfamilienhäuser auf der Westseite des Areals und drei Wohnblöcke mit drei Vollgeschossen als Mietwohnungen vor.
Gegenüber der Machbarkeitsstudie, die Manfred Kronas vom Projektträger "Alitus Capital Partners" von Architekt Gräßel präsentiert hatte, verzichtet die aktuelle Planung auf eine Tiefgarage. Stattdessen sind versenkte eingeschossige Parkdecks zwischen den Wohnblöcken vorgesehen. Mit diesen oberflächennahen, begrünten Parkflächen konnte das Grundwasser-Problem, das bei einer Tiefgarage entstanden wäre, vermieden werden. Zusätzlich sollen an der Ost-Ecke des Planungsgebietes 31 Besucherparkplätze und Fahrrad-Stellplätze angelegt werden.
Als Zufahrt zu den Parkdecks dient eine Ampel-geregelte Rampe an der Ostseite des Areals. Der Zugang zu den Stellplätzen führt über die Freiflächen. Erhalten bleibt der Fußweg, durch den das Wohnquartier Schulstraße an das Ortszentrum angeschlossen werden soll.
Bei der Visualisierung der Planung hat Architekt Gräßel bereits landschaftsgestalterische Elemente wie Stützmauern (umspielt von Hecken), Hochbeete und Grünbereiche eingearbeitet.
Wichtig, so der Architekt, sei ein aufgelockerter Grünbereich mit Aufenthaltsfunktion. Noch offen ist, ob die Häuser ein Pultdach oder ein Flachdach erhalten sollen. Flachdächer hätten den Vorteil, dass sie für Energiegewinnung genutzt werden könnten, gab Gräßel zu bedenken. Verkehrsplaner Martin Schlothauer versicherte, dass sich durch die Bebauung keine signifikante Verkehrsbelastung ergeben werde. Erschlossen werde das Wohnquartier über die Schulstraße, die weiterhin in beiden Richtungen befahrbar sein soll.
Alexander Ebert vom Bauamt der Stadt unterstrich, dass erst ein Baurecht geschaffen werden müsse, ehe die Fläche, der beim Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) bedeutendes Entwicklungspotenzial attestiert worden war, bebaut werden kann. Obwohl die Fläche im Innenstadtbereich liegt, gilt sie als Außenbereichsfläche, weil das Gebiet im Flächennutzungsplan als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen ist. Ausgleichsflächen müssten aber nicht nachgewiesen werden. Da sich der Bauträger, die Alitus Capital GmbH, verpflichtet hatte, sämtliche durch die Planung entstehenden Kosten zu übernehmen, stimmte der Stadtrat der Schaffung von verdichtetem Wohnraum zu.