Ein neues Bauvorhaben mit 19 barrierefreien Eigentumswohnungen und Caritas-Einrichtungen wird ab dem Sommer auf dem Grundstück Theodor-Heuss-Straße 15 errichtet. Das Projekt wird künftig die Bezeichnung: "Service-Wohnen im Apfelgarten" tragen. Damit der Name auch Programm wird, war Kreisgartenfachberater Michael Stromer mit dem Bauträger unterwegs.

Nach dem bewährten Konzept von "In der Heimat wohnen" wird dieses Projekt durch die Raab-Baugesellschaft aus Ebensfeld realisiert, wobei neben den barrierefreien Eigentumswohnungen unter anderem eine Tagespflege und eine Sozialstation vorgesehen sind. Projektpartner und Mitinvestor ist die Caritas, die künftig hier einen weiteren Stützpunkt verwirklicht, so dass Unterstützung in Form von Pflege oder bei der Haushaltsführung vermittelt werden können.

Die modernen Wohnungen verteilen sich auf vier Gebäude, die sowohl zwei- als auch dreigeschossig mit einem Satteldach entstehen. Sie werden in moderner Ziegelbauweise realisiert, wobei großer Wert auf wohngesunde Baustoffe gelegt wird. Die Räumlichkeiten gruppieren sich, in Anlehnung an einen Vierseitenhof, um einen grünen inneren Bereich, der als Ort der Begegnung und Kommunikation für die Bewohner gedacht ist. Der windgeschützte Aufenthaltsraum im Innenhof soll dabei die Bewohner, so die planerischen Vorstellungen, auch ein klein wenig dazu animieren, die eigenen vier Wände hin und wieder einmal zu verlassen und dort die frische Luft und Sonne zu genießen. Außerdem ist ein sogenannter Laubengang vorgesehen, der die künftigen Häuser miteinander verbindet.

Während die Wohnungen im Obergeschoss über Balkone verfügen, sind im Erdgeschoss Terrassen und ein eigener Gartenanteil möglich. Das Ensemble fügt sich harmonisch in das Ortsbild von Altenkunstadt ein und bietet eine wohlabgestimmte Verbindung der bestehenden Bausubstanz in der Theodor-Heuss-Straße mit modernen baulichen Gesichtspunkten.

Obstbäume sollen erhalten bleiben

Ein Anliegen war dabei, wie Geschäftsführerin Gisela Raab herausstellte, dass bei alledem ein schonender Eingriff in das Gesamtbild der Gemeinde erfolgt und die schützenswerte Vegetation für die Nachwelt erhalten bleibt. Deshalb wurde schon im Vorfeld die bestehende Baumsubstanz untersucht. Dabei stellte sich allerdings heraus, dass viele der alten Obstbäume, deren Stämme von Krankheiten befallen sind, nicht zu erhalten sind.

Dennoch konnte eine sehr gute Lösung gefunden werden, da für die Raab-Baugesellschaft, vor allem für die Geschäftsführerin Gisela Raab, das "Bewahren" und das "Behüten" einen besonderen Stellenwert einnehmen. Sie kam daher auf die Idee, die auf dem derzeitigen Baugrundstück noch vorhandenen Bäume für die nächste Generation zu bewahren. Dies gelang dadurch, dass Reiser von den Apfelbäumen abgenommen und veredelt wurden und sich nun auf einer neuen Unterlage entwickeln können. Bei der Umsetzung dieser Idee war auch die Umweltstation des Landkreises Lichtenfels in Weismain unter Federführung von Kreisgartenfachberater Michael Stromer behilflich. Der Wunsch aller Beteiligten ist es, dass bald neue Apfelbäume heranwachsen, viele Früchte tragen und damit einen wichtigen Beitrag zur neuen Wohnanlage "Service-Wohnen im Apfelgarten" leisten. dr