Mit dem doppelten Abiturjahrgang im Jahr 2011 ist in Erlangen das städtische Projekt "Wohnen für Hilfe" angelaufen. Mit der genialen wie einfachen Idee sind bisher viele Studierende bei Senioren, Familien oder Menschen mit Behinderung untergekommen - erst vor kurzem wurde die 200. Wohnpartnerschaft geschlossen, teilt die Stadtverwaltung mit. "Wohnen für Hilfe" bedeutet, dass Studierende mit Menschen zusammenleben, die Hilfe benötigen. Dafür zahlen sie weniger oder gar keine Miete. Als Regel gilt: eine Stunde Arbeit im Monat pro Quadratmeter Wohnfläche. Die Aufgaben sind vielfältig und werden individuell festgelegt, etwa Einkaufen, Kochen, Gartenpflege oder Hausaufgabenhilfe. Ausgenommen sind Pflegeleistungen jeglicher Art. "Wohnen für Hilfe" ist eine "Win-Win"-Situation: Die Senioren müssen für die leichten Aufgaben im Haushalt keinen teuren Hilfsdienst bezahlen und vereinsamen nicht. Die Studenten wohnen komfortabel und günstig. Da ihnen ein paar Stunden Arbeit eine günstigere Monatsmiete verschaffen, ist die Nachfrage groß - vor allem bei ausländischen Studenten. red