Ein abwechslungsreiches Programm ist bei den Vortragsreihen "Wissenschaft auf AEG" und "Wissenschaft im Schloss" der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) garantiert. Das Spektrum der Themen reicht von Augenkrankheiten und pflanzlichen Arzneistoffen über den Werkstoff Stahl und das Genre Horrorfilme bis hin zu neuen Arbeitswelten und das christliche Abendmahl. Dabei geht es jeweils um Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte an der Universität.

"Wissenschaft auf AEG" beginnt am Montag, 19. November, mit einemVortrag von Prof. Friedrich Paulsen vom Lehrstuhl für Anatomie II. Der Wissenschaftler beschäftigt sich mit dem Thema "Tränen und Trockenes Auge - woher kommen unsere Tränen und warum weinen wir?" Das trockene Auge ist eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt. Allein in Deutschland leiden daran etwa zwölf Millionen Menschen. So kommt fast jeder zweite Patient, der einen niedergelassenen Augenarzt aufsucht, wegen dieser Volkskrankheit. Die Ursachen sind allerdings noch unzureichend geklärt.

Paulsen erläutert im Vortrag, woher unsere Tränenflüssigkeit überhaupt kommt, was sie macht, warum wir manchmal weinen, was man über das trockene Auge weiß und auch, was man dagegen tun kann.

Zwei weitere Vorträge beleuchten am Montag, 10. Dezember, pflanzliche Arzneistoffe und am Montag, 21. Januar, den Werkstoff Stahl. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18.30 Uhr und finden am Energie Campus Nürnberg (EnCN), Fürther Straße 250, Forum 2. Obergeschoss, Nürnberg, statt.Weitere Informationen gibt es unter www.wissenschaft-auf-aeg.de. Der Eintritt ist frei.

Wie Angst genussvoll erlebt wird

"Wissenschaft im Schloss" startet am Montag, 26. November, mit Peter Podrez vom Lehrstuhl für Medienwissenschaft und seinem Vortrag "Genre der Extreme - Grenzüberschreitungen im Horrorfilm". Seit seiner Anfangszeit besteht die Kunst des Horrorfilms darin, seine Zuschauer zu Angst und Ekel zu verführen und sie diese Affekte gleichzeitig genussvoll erleben zu lassen.

Ermöglicht wird dies durch das permanente Ausloten und Überschreiten von Grenzen - sei es im Hinblick auf das Spannungsfeld zwischen der filmischen Form und dem Publikum, das Aufrufen von Bedrohungsszenarien oder die Exzessivität von Gewaltdarstellungen. Der Medienwissenschaftler zeigt anhand konkreter Filmbeispiele die historischen Entwicklungslinien des Horrorfilmgenres auf und diskutiert dessen ästhetische und ideologische Strategien der Grenzüberschreitung. Aufgrund der geplanten Filmbeispiele ist der Vortrag nicht für Minderjährige geeignet.

Weitere Vorträge folgen am Montag, 17. Dezember, über die Arbeitswelt der Zukunft und am Montag, 28. Januar, zur kulinarischen Geschichte des Abendmahls. Sie beginnen jeweils um18.30 Uhr und finden in der Aula des Erlanger Schlosses, Schlossplatz 4, Erlangen, statt. Zusätzliche Informationen sind unter www.wissenschaft-im-schloss.de zu finden. Auch hier ist der Eintritt frei. red