Zum Bericht "Lehrerin rutscht die Hand aus" (BR vom 23. März) wird uns geschrieben:

Meine Schulzeit (Hauptschule) war in den 80er Jahren. Es war eine tolle Zeit, an die ich gerne zurückdenke.
Wir Schüler waren damals auch keine Engel und unsere Lehrer schlugen auch manchmal hilflos die Hände über dem Kopf zusammen, aber wir hatten bereits zur Einschulung etwas von zu Hause mit auf den Weg bekommen, was heutzutage so manchem Schüler fehlt: Höflichkeit, Anstand und Respekt!
Selbst wenn die Lehrkräfte manchmal noch so laut wurden, wenn man nicht ordentlich mitarbeitete oder frech war, niemand wäre auf die Idee gekommen, sie ununterbrochen zu beleidigen, ihnen zu widersprechen oder sie gar zu bedrohen. Im Gegenteil, wenn man nach der Schule nach Hause kam und den Eltern davon erzählte, dass man vom Lehrer zusammengefaltet worden war, dann bekam man vom Vater eher noch die Antwort: "Des werd's scho gebraucht hom". Und fertig. Keine Diskussion mehr.
Und wenn man eine Strafarbeit in der Schule aufgebrummt bekam, dann wurde die auch zu Hause erledigt. Unter Aufsicht der Eltern oder eines Elternteils. Oder Nachsitzen? Da war dann eben Fußball oder das Treffen mit den Freunden am Nachmittag gestrichen. Apropos Nachsitzen und Strafarbeit. Gibt es so etwas eigentlich noch? Ohne dass gleich die ganze Schule verklagt wird?
Vergangenheit und Gegenwart kann und sollte man nicht vergleichen, aber in diesem Fall wünsche ich mir einfach die alten Zeiten wieder zurück. Zeiten, in denen wieder mehr Höflichkeit, Anstand und Respekt gelehrt und gelernt wird. Zeiten, wo der Lehrer in der Schule das Sagen hat und nicht umgekehrt.
Einen Satz, der uns damals mit auf dem Weg gegeben wurde, gebe ich an die jetzigen Schüler gerne weiter: "Wir lernen nicht für die Schule, wir lernen für's Leben!"
Frank Preußners
Rugendorf