In etwa 50 Vortragsstunden stellten Mitarbeiter aus über 20 Unternehmen 150 interessierten Schülern der Oberstufe im Rahmen eines Informationstages zur Berufsorientierung an der Mittelschule Neunkirchen die verschiedensten Berufsbilder vor.
Weil die zunehmende Berufsorientierung von den Schulen eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft erfordert, lud die Mittelschule Neunkirchen a. Br. diverse Betriebe zum vierten Mal zu einem Praxistag ein. Viele Unternehmen erklärten sich spontan bereit, die bei ihnen angebotenen Ausbildungsberufe vorzustellen. In den Veranstaltungen ging es einerseits um die Präsentation der Betriebe, andererseits aber auch um Aufstiegschancen, Verhaltens-Knigge für Vorstellungsgespräche, Möglichkeiten der beruflichen Aus- und Weiterbildung und vieles mehr. In manchen Sitzungen konnten typische Tätigkeiten auch praktisch erprobt werden. Auch die Schülerinnen und Schüler aus der Verbundschule in Gräfenberg nahmen wieder zusammen mit ihren Lehrkräften am diesjährigen Praxistag teil.
Im Vorfeld hatten R. Dürrbeck, R. Köberlein, I. Töpfer und U. Wich-Glasen alle Schüler in den von ihnen gewünschten Veranstaltungen untergebracht. Drei Wechsel zu fest vorgegebenen Terminen garantierten interessante Abwechslung in geordneten Strukturen und einen festen zeitlichen Rahmen. In der Pause wurden die Gäste in einer eigens dafür eingerichteten VIP-Lounge mit kulinarischen Leckerbissen von der Schülerfirma unter Anleitung der Fachlehrerinnen Angela Frank und Monika Gütlein verwöhnt.


Gut auf den Übergang vorbereitet

Dort präsentierten sich die Schüler der Mittelschule Neunkirchen - organisiert vom Schule-Wirtschaft-Koordinator R. Köberlein - den anwesenden Betrieben und stellten sich und ihre Schule den Zuhörern vor: Schülersprecher Jonathan Jung aus der 10. Klasse betonte, dass seine "Generation Z" sich nicht auf Handys, Facebook und Zocken reduzieren lasse, sondern mit entsprechenden Kompetenzen ausgestattet sei, genaue Vorstellungen vom Berufsleben habe und gute Qualifikationen mitbringe. Dazu trügen die berufsorientierenden Zweige "Soziales", "Wirtschaft" und "Technik" einen großen Teil bei. Man sei durch Praktika, Betriebserkundungen und intensives Bewerbungstraining gut auf den Übergang ins Berufsleben vorbereitet. Im Folgenden berichteten Schüler aus den 9. und 10. Klassen über ihre Tätigkeiten in der Schülerfirma, als Tutoren oder im Anti-Mobbing-Team. Außerdem sei die Mittelschule Neunkirchen eines der wenigen Zentren im Landkreis, an denen der internationale Computer-Führerschein ECDL erworben werden könne. Erstaunt über die zusätzlichen schulischen Aktivitäten stellten die interessierten Gäste noch viele Fragen, wodurch sich ein fruchtbares Gespräch zwischen den Schüler/n und den Vertretern der Betriebe entwickelte.


Ernsthaftes Interesse gezeigt

Die Veranstaltung war wieder ein Erfolg im doppelten Sinne: Zum einen waren die Betriebe gern gekommen, um sich zu präsentieren, und lobten das vorbildliche Verhalten und die interessierte Mitarbeit der Mittelschüler. Zum anderen öffnete diese Veranstaltung vielen Schülern die Türen in Bezug auf die zukünftige Arbeitsplatzsuche: haben doch einige Betriebe ernsthaftes Interesse an Auszubildenden aus diesen Mittelschulen signalisiert.
Insgesamt war dies wieder ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass die Schule nicht nur über eine gute Zukunft für ihre Schüler redet, sondern Nägel mit Köpfen macht, indem sie Kontakte zur Wirtschaft knüpft, Weichen stellt und ihre Schülern beim Übergang ins Berufsleben tatkräftig unterstützt.
An der Berufsmesse hatten folgende Firmen und Institutionen teilgenommen: Berufsfachschule für Sozialpflege, Altenpflege und Altenpflegehilfe am bfz Forchheim Butterhof-Lorenz, Bezirkskaminkehrermeisterin, RRZE, Uni-Erlangen, Lidl, Minderleinsmühle Neunkirchen, NAF Neunkirchen, Restaurant/Gaststätte Grüner Baum, Dormitz, Sparkasse Forchheim, Spedition Pohl, VR-Bank, Handwerkskammer Oberfranken, Obi, Siemens AG, Aldi, Bundeswehr, Der Beck, Edeka, Wolf Maschinenbau AG und die Landespolizei. red