Die überörtliche Rechnungsprüfung hat bei der letzten Prüfung festgestellt, dass die Benutzungsgebührensatzung für das Leichenhaus auf dem Walsdorfer Friedhof nichtig sei und aufgehoben werden müsse, da die Gebührensatzung kein Fälligkeitsdatum enthalte. Das Leichenhaus gehört der Gemeinde Walsdorf, der Friedhof der evangelischen Kirchengemeinde. Seit dem Bau des Leichenhauses werden die Gebühren für die Benutzung des Leichenhauses zusammen mit den Friedhofsgebühren von der evangelischen Kirchengemeinde erhoben und die Leichenhausgebühren einmal im Jahr auf Grundlage der Benutzungsgebührensatzung mit der Gemeinde abgerechnet. Diese Vorgehensweise soll zukünftig mit einem privatrechtlichen Vertrag zwischen der Gemeinde und der Kirchengemeinde geregelt werden. Der Gemeinderat hat die Gebührensatzung rückwirkend zum 31. Dezember 2017 aufgehoben.
Ebenso hat die überörtliche Rechnungsprüfung festgestellt, dass die Erschließungsbeitragssatzung hinsichtlich der festgelegten Sätze für die Oberflächenentwässerung, für den beitragsfähigen Aufwand für Wendehämmer und der sogenannte Artzuschlag für die gewerblich genutzten Grundstücke angepasst werden muss. Der Gemeinderat hat einstimmig die Anpassung gemäß der vorliegenden Mustersatzung beschlossen. Der erst kürzlich neu abgeschlossene Pachtvertrag mit dem SV Walsdorf für das "Andreas Faust-Sportgelände" muss gemäß den Vorgaben des BLSV geändert werden, damit der SV Walsdorf für die geplanten Sanierungsarbeiten eine Förderung vom BLSV erhalten kann. Der SV Walsdorf ist zukünftig der Hauptnutzer und alle anderen Nutzer, wie die Schule usw. sind nachrangig.
Des Weiteren musste sich der Gemeinderat mit sechs Bauvorhaben befassen. Unter anderem wurde ein Vorbescheid für die Aufstockung eines Wohnhauses im Bebauungsplan "Vorderer Weinbach I" abgelehnt, da hierfür insgesamt vier Befreiungen vom gültigen Bebauungsplan notwendig sind. Der Antragsteller möchte ein zweites Vollgeschoss errichten, obwohl der Bebauungsplan nur ein Vollgeschoss plus Dachausbau vorsieht. Der Antrag auf Errichtung eines Flüssiggastankes auf einem gemeindlichen Grundstück in Kolmsdorf wurde ebenfalls abgelehnt, da der Gastank die öffentliche Zufahrt zu der Kelleranlage einschränken würde. Die anderen vier Bauanträge wurden einstimmig genehmigt, darunter auch die Nutzungsänderung des Untergeschosses im Schul- und Verwaltungsgebäude Walsdorf, für die Errichtung einer provisorischen Kinderkrippengruppe.
Bürgermeister Faatz informiert darüber, dass die Staatsstraße 2276, vom Walsdorfer Friedhof bis zur Ortsausfahrt Erlau in Richtung Mühlendorf, noch in diesem Sommer einen neuen Belag erhalten soll.