von unserem Mitarbeiter Lothar Weidner

Meeder — Die Gemeinde Meeder soll zum Standort eines Windparks werden. Grünes Licht gab der Gemeinderat bei seiner Sitzung für das Windparkprojekt Mirsdorf-Süd, das einstimmig befürwortet wurde. Dabei handelt es sich freilich zunächst nur um einen Grundsatzbeschluss, so Bürgermeister Bernd Höfer (CSU/LV), weshalb zunächst noch keine Detailregelungen vorgestellt wurden.
Die Anlage soll entstehen auf der sogenannten Vorrangfläche Nummer 20 rund um das Schafhaus südlich von Mirsdorf. Dieser Standort ist der einzige, der Berücksichtigung im Regionalplan fand.

Alternative bei Drossenhausen?

Das freilich rief Gemeinderätin Dagmar Escher (SPD) auf den Plan. Sie betonte, dass auch nördlich der A 73 nahe Drossenhausen ein Gebiet vorgesehen war, dass sich zwar im Landschaftsschutzgebiet befindet, jedoch erheblich besser für Erzeugung von Windenergie geeignet sei und das nicht berücksichtigt wurde. "Wir sollen das Gebiet am Laufen halten", meinte Escher. Der Bürgermeister bezweifelte zwar, dass der Regionale Planungsverband tatsächlich darauf eingeht wird. Dennoch will Höfer diesbezüglich Kontakt mit der Regierung von Oberfranken aufnehmen. Auf einen Vorschlag aus dem Gremium hin soll versucht werden, dass in einer der künftigen Sitzungen ein Fachmann der Regierung Rede und Antwort stehen soll.

Haushalt einstimmig gebilligt

Neue Töne im Gemeinderat. Einer der wichtigen Entscheidungen eines Jahres, die über den Haushalt, ging einstimmig über die Bühne. "Wir waren uns im Vorfeld zu 99 Prozent einig, haben die Probleme erkannt und legten Wert auf Gemeinsamkeit", stellte Bernd Höfer ausdrücklich fest.
In die gleiche Kerbe hieben alle Fraktionssprecher. In einer ausführlichen Stellungnahme meinte Gemeinderat Matthias Korn (CSU/LV), dass das Zahlenwerk mit vernünftigen Ansätzen bestückt sei, realisierbar sei und keine Luftschlösser enthalte. Die Mittel für Straßen, Dorferneuerungen und Wohnungsbauförderung sind bestens angelegt, war seine Meinung, auch wenn kein großer Spielraum besteht.
Gemeinderat Johannes Mönch (SPD) meinte, dass die Ärmel hochzukrempeln seien, um gemeinsam die Ziele zu erreichen. "Die Dinge im Haushalt sind aber auch anzugehen", fügte er hinzu. Als sehr zufrieden über das Zahlenwerk zeigte sich Gemeinderat Erhardt Kräußlich (FW), der nicht nur darauf hinwies, dass die Wunschliste der FW größtenteils berücksichtigt wurde, sondern auch die Zusammenarbeit mit den anderen Gruppierungen im Gemeinderat passe.
Kämmerer Helmut Hofmann, der das vorberatene Zahlenwerk kurz erläuterte, ließ wissen, dass 1,028 Million Euro vom Verwaltungs- dem Vermögenshaushalt für Investitionen zugeführt werden können und eine Kreditaufnahme nicht erforderlich ist. Der einstimmig genehmigte Haushalt umfasst ein Volumen von 8,7 Millionen Euro, wobei dieser allerdings "eine Ruhe vor dem Sturm 2015" sei.

Geld für Spielplätze

Bernd Höfer bat, einheitliche Richtlinien für Zuschüsse im Bereich Kinderspielplätze zu erstellen, womit das Referat Soziales beauftragt wurde. Zunächst erfolgt 2014 eine Förderung in Höhe von je 3000 Euro für die Kinderspielplätze in Großwalbur und Meeder. Für 2015 sollen vorerst 3000 Euro für Moggenbrunn eingeplant werden.