Für eine Kerwa braucht man eine Kirche - St. Laurentius hat Wimmelbach seit den 30er Jahren - einen Wirt und Kerwasburschen. Das sind die Wimmelbacher Männla - und doch sind sie viel mehr. Sie ersetzen auch einen Dorfgemeinschaftsverein, steht doch in ihren Statuten, dass sie sich für den Erhalt der fränkischen und der Wimmelbacher Dorfkultur einsetzen und den Zusammenhalt der rund 800 Einwohner fördern. Dass besonders die Kerwa ein tragendes Stück des Dorflebens ist, bestreitet wohl niemand. Nur sie durchzuführen, ist in Wimmelbach nicht so einfach. Vor 30, 40 Jahren gab es noch vier Wirtshäuser in den zwei Ortsteilen Ober- und Unterwimmelbach. Doch heute betreibt nur eine über 70-jährige Frau mehr oder weniger sporadisch ein Gasthaus. "Es ist für sie zu viel, eine Kerwa auszurichten", sagt Michael Kiefhaber, der Vorsitzende der Männla. Darum springt der Verein als Veranstalter ein. Am Freitag startete das Festwochenende mit einem vergnüglichen Makrelenessen auf dem Gelände der Feuerwehr. Die Angelfreunde waren mit im Boot.Der Kerwassonntag verläuft nach alter Tradition mit einem Festgottesdienst und anschließendem Frühschoppen. "Unser Name ist eng mit der Kirche verbunden", erklärt Kiefhaber. Denn dort stehen seit zwei Jahren wieder die "Männla", die Nachbildungen aus Granit von Gipsfiguren aus dem 16. Jahrhundert. Die Kosten für die Nachbildung haben die Vereinsmitglieder aus den Erlösen ihrer Dorffeste zusammengetragen.