Es ist eine zauberhafte Budenstand, die an diesem Nachmittag Am Schieferbruch, hoch über Wilhelmsthal, errichtet ist. Sechs Weihnachtsmarkt-Stände stehen hier auf dem Grundstück von Walter Preuß, einträchtig Seite an Seite. Eine Lichterkette erstrahlt und auch einige Holzsterne zieren bereits das Innenleben der Buden. Es duftet nach Glühwein. Weihnachtsmarkt-Feeling Anfang Oktober!
Sicherlich zu den schönsten im Landkreis zählt der alljährlich am ersten Advents-Wochenende abgehaltene Weihnachtsmarkt auf dem Außengelände um die Pfarrkirche St. Josef. Jahr für Jahr lockt das weihnachtliche Benefiz-Highlight mit einer schönen Auswahl an Geschenkideen und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm, und das alles für einen guten Zweck. Wenn es heuer nun noch einladender wirkt, hat das einen besonderen Grund: Walter Preuß hat in Eigenregie und nahezu ohne fremde Hilfe vier doppelte und zwei einzelne Weihnachtsmarkt-Stände sowie eine Futterkrippe gebaut. Damit hat man in Wilhelmsthal bei der 17. Auflage des Marktes erstmals eigene Verkaufsbuden, nachdem diese bislang immer von anderen Gemeinden ausgeliehen wurden.
Wie dies am ersten Advents-Wochenende aussehen wird, davon konnten sich jetzt schon einmal die Hauptakteure des Weihnachtsmarktes ein Bild machen. Beim Wilhelmsthaler Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr kam Preuß auch die Idee für den Bau eines zunächst einzelnen Buden-Prototyps. "Meinen ersten Stand habe ich innerhalb einer Woche zusammengedonnert", verriet der Hobby-Handwerker. Bei ersten Gesprächen mit der Kirche im Frühjahr dieses Jahres stellte Preuß klar, dass alles vollkommen ehrenamtlich erfolge und es sich dabei um ein Geschenk an die Pfarrei handle. Insgesamt benötigte er für die Buden etwa rund vier Wochen.
Von einer großen Erleichterung sprach Pfarrgemeinderatsvorsitzender Thomas Greser. Der alljährliche Hin- und Rücktransport der Buden habe schon eine große Belastung dargestellt. Dies gehöre nunmehr der Vergangenheit an. hs