Der Wildberg ruft wieder zum beliebten Wildbergfest. Zur Lutherdekade haben die Veranstalter am Wildberg ein besonderes Rahmenprogramm erstellt.
Die alte Heer- und Handelsstraße von Nürnberg nach Leipzig führte am Sattelpass und am Wildberghof vorbei. 40 Jahre lagen der geschichtsträchtige Hof und das historische Gebäude im Schatten des kalten Krieges und war unmittelbar an der damaligen Demarkationslinie der beiden deutschen Staaten, DDR und Bundesrepublik Deutschland, gelegen. Trotz allem wurden hier viele Einzelheiten aus der Zeit Martin Luthers bis heute erhalten (Meilensteine, Grenzsteine, Brunnen und mehr).


Spuren Martin Luthers

Der Besitzer des Wildberghofes, Dietrich Schütze, wird Führungen zu Schautafeln machen, die entlang des Sattelpasses von ihm aufgestellt wurden und auf die Spuren Martin Luthers hinweisen. Zusammen mit dem Technikteam der evangelischen Kirche Tettau hat Schütze acht Schautafeln mit Informationen über Luther auf seinen Reformationswegen festgehalten. Es ist historisch bewiesen, dass Martin Luther in den Jahren 1518 bis 1530 auf seiner Reise von Nord nach Süd und umgekehrt mindestens vier Mal den Sattelpass an der Alten Heer- und Handelsstraße begangen hat. Der Lutherweg liegt weitestgehend auf Thüringer Land, schneidet aber zwischen Gräfenthal und Judenbach den Bereich Markt Tettau und Bayern auf einer Länge von circa 500 Metern, im Bereich des Wildberghofs an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze.
Dietrich Schütze hat sich dafür eingesetzt, dass dieser Originalweg als historischer Pfad, auch am Wildberghof vorbei, wieder benutzt werden kann. Das Anliegen der kleinen Ausstellung mit Schautafeln ist es, das Augenmerk des Besuchers auf diesen ganz besonders gut erhaltenen Teil der Sattelpassstraße zu lenken. Das typische Auf und Ab einer alten Straße zwischen Hohlwegen und Dämmen, die sich über Jahrhunderte entwickelt haben, lässt sich hier besonders gut erkennen. Die Schautafeln und natürlich die Aussagen von Dietrich Schütze bieten interessante Informationen und Hintergründe über die Durchreisen des Reformators Martin Luther über den Wildberg bei Tettau. Das zweitägige Wildbergfest, auf und um den idyllisch gelegenen Wildberghof, bietet am Samstag ab 14 Uhr den Bardensänger Robert Klein und eine kleine Serenade mit dem Cellisten und Gambisten Maximilian Fahnier aus Coburg, beide werden bis in Dunkelheit bei Kerzenschein den Abend gestalten.


Tettauer Blasmusik spielt auf

Der Sonntag beginnt um 9 Uhr mit einem Gottesdienst in der Tettauer Kirche "Ad Portam Coeli". Den Aufstieg vom Gotteshaus zum Wildberg wird die Tettauer Blasmusik begleiten. Rainer Tröbs wird einige Lutherzitate vortragen. Ab 14 Uhr wird zum Familiennachmittag die Tettauer Blasmusik aufspielen. An beiden Tagen gibt es für Kinder geführtes Reiten, dazu Holzschnitzen mit "Gustav dem Schreiner". Für Männer und solche die es werden wollen steht eine Nagelbank zur Verfügung. Außerdem sorgen Eierlaufen und Sackhüpfen für weitere Gaudi. eh