Am Montag, 4. Februar, findet um 18 Uhr die Bamberg Mahnwachen Asyl am Gabelmann statt. Anfang dieser Woche sollte eine christliche Familie in den Iran abgeschoben werden. Die Familie war aktives Mitglied in der Erlöserkirche in Bamberg. Dekan Hans-Martin Lechner sagte bei einem Mahngebet vor der Kirche: "Wir können nicht auf der einen Seite Kreuze in bayerische Behörden hängen und auf der andern Seite christliche Schwestern und Brüder in die Verfolgung abschieben." Die Eltern befinden sich beide in Abschiebehaft, die jüngere Tochter ist in einer Jugendhilfeeinrichtung untergebracht, für die 19-jährige Tochter läuft ein getrenntes Asylverfahren.

Pfarrerin Mirjam Elsel, Koordinatorin für die Flüchtlingsarbeit im Dekanat Bamberg, kritisiert, dass die rigorose Abschiebepraxis in Bayern Familien zerreißt. Bei der Mahnwache werden Geflüchtete aus dem Iran von ihrer Situation berichten. Die Initiative Freund statt fremd, das Netzwerk Bildung und Asyl, die Interreligiöse Fraueninitiative und Geflüchtete rufen auf, ein Zeichen für eine humane Asylpolitik zu setzen. red