Am heutigen Montag findet um 18 Uhr wieder die Bamberger "Mahnwache Asyl" am Gabelmann statt. Damit soll nach Angaben der Veranstalter "ein Zeichen für faire Asylverfahren und eine menschenwürdige Asylpolitik gesetzt werden". Günter Pierdzig zeigt die Auswirkungen einer Abschottung Europas an den Außengrenzen auf.
Für Dienstag sei ein weiterer Abschiebeflug nach Afghanistan angekündigt. In Bayern wurden bereits mehrere afghanische Flüchtlinge verhaftet. Laut Pressemitteilung des Bayerischen Flüchtlingsrates wurde in den Haftbeschlüssen darauf hingewiesen, dass Bundesinnenminister Seehofer den Innenministerien der Länder mitgeteilt hat, die bisherige Einschränkung auf Straftäter, Gefährder und Identitätstäuscher sei aufgehoben. Die Sicherheitslage sei aber in ganz Afghanistan nach wie vor extrem unstabil und gefährlich. Die Zahl der zivilen Todesopfer sei nicht zurückgegangen. Die Lage für Rückkehrer habe sich besonders in Kabul massiv verschlechtert. Im neuen Lagebericht der Bundesregierung wird explizit darauf hingewiesen, dass lokale Netzwerke für Rückkehrer, die lange Zeit im Ausland gelebt haben, gar nicht oder nur sehr schwer zugänglich seien.
"In Afghanistan spielen allerdings soziale Netzwerke eine zentrale Rolle für den Aufbau einer Existenz und die Sicherheit am neuen Aufenthaltsort. Die Angst auch unter den in Bamberg schon seit einigen Jahren lebenden und gut integrierten Afghanen ist groß", heißt es in der Pressemitteilung zur Mahnwache. Das Netzwerk Bildung & Asyl, Freund statt fremd und die Interreligiöse Fraueninitiative rufen dazu auf, "Abschiebungen und Ausbildungsverweigerungen aus wahltaktischen Gründen ein deutliches Nein entgegenzusetzen". red