Sorgen machen sich um das Eberner Freibad Bürger, die ihre Gedanken in diesen Leserbrief fassen:

Es ist schon eine Weile her, dass die wunderbare Lage unseres Freibades und seine unbestreitbare Erholungsfunktion für Jung und Alt öffentlich in den Medien gelobt wurde. Leider erscheint es mittlerweile so, dass manche unser Erholungsbad nur noch als Kostenfaktor betrachten.
Natürlich kostet ein Freibad als weicher Standortfaktor viel Geld. Weiche Standortfaktoren wie beispielsweise Kulturangebote, Mietpreise, Schulen und nicht zuletzt Freizeitmöglichkeiten sind aber überaus bedeutend, weil Familien und Betriebe aufgrund dieser Überlegungen sich für eine Gemeinde entscheiden. Der Betrieb öffentlicher Bäder gehört nach der bayerischen Verfassung genauso zum Gemeindewesen wie Trinkwasser, Elektrizität, Wohnungsbau oder die Feuerwehr.
In der, vor nicht allzu langer Zeit ins Leben gerufenen, Baunachallianz verfügt nur Ebern mit seinem Freibad über ein solches Juwel. Bewegung, Erholung, Training, Fitness, Entspannung, Spaß und Spiel, soziale Kontakte pflegen. Oder einfach gesagt - ohne großen persönlichen finanziellen Aufwand gesund und fit bleiben! Man trifft immer wieder auf Gleichgesinnte und empfindet sich als Mitglied einer großen Schwimmfamilie. Auch unsere angrenzende Gastronomie lädt zum Miteinander ein.
Das über 40 Jahre alte Eberner Freibad wird mit viel persönlichem Engagement des Badeteams, des Bauhofes und durch die Vereine mit ihren zahlreichen ehrenamtlichen Helfern betreut. Sie bieten uns diese erholsame Lebensqualität. Nicht auszudenken, dass ein Alleinstellungsmerkmal solcher Art in Ebern geschlossen werden könnte. Die Hiobsbotschaften über von Schließung bedrohte Bäder sind leider keine Seltenheit, weil die Gemeinden dann den akuten und hohen Finanzbedarf mangels Rücklagen nicht stemmen können oder wollen. Solange sollten wir nicht warten.
Lasst uns also alle zusammen überlegen, mit welchen Ideen wir unser Freibad zum einen zukunftssicher erhalten können, anderseits mit überschaubarem finanziellen Aufwand und relativ einfachen Mitteln, denen keine teure Landschaftsplanung vorausgeht, jetzt schon attraktiver gestalten können.
Es drängen sich Fragen auf: Wie kommt unsere Stadt an angedachte Zuschüsse und Fördermittel? Wäre es möglich, dass Firmen sich als Sponsoren engagieren? Vielleicht sind auch Spendenaktionen machbar? Wie können wir die Attraktivität unseres Schwimmbades weiter steigern? Welche Aktionen sind dazu nötig? Wie kann das Marketing durch aktive Werbung- verbessert werden?
Einige erste Ideen haben wir:
Patenschaften mit Werbung für Liegen und Sonnenschirme; Beschilderung und Reaktivierung von Spielflächen (vor allem auch für die Jugend attraktiver); Krankenkassen und VHS für Kurse verschiedenster Art gewinnen; betriebliches Gesundheitsmanagement einbeziehen.
Wir freuen uns, wenn unsere Gedanken auf offene Ohren stoßen.

Gundi Schmitt
Marion Hanus
Martina und Ulli Nembach
Michael Geuß
Ebern