Die Drogenprävention ist ein zentrales Anliegen der Schulsozialarbeit an der Berufsschule Haßfurt. Martina Meisch und Barbara Steinbach setzten nach dem Parcours "Frei statt high" gegen Ende des Schuljahres mit der Theatergruppe "Chapeau Claque" nochmals einen intensiven Akzent zu diesem Thema. In Kooperation mit der Präventionsstelle des Landratsamtes konnte dieses Gastspiel mit dem Stück "Drug Diaries" umgesetzt werden.
Es wurde schnell ruhig und nachdenklich in den Reihen der Jungarbeiter aus dem Berufsvorbereitungsjahr, der Schülerinnen der Berufsfachschule für Kinderpflege und aus einer der Berufsintegrationsklassen für Flüchtlinge, als sie die Wandlung von Ben selbst und seiner Beziehung zu Anna verfolgten. Ein Paar und Bandkollegen sind die beiden zu Beginn des Stückes mit hoch fliegenden Plänen für ihre musikalische Karriere. Bis Ben auf einer Party eine Kräutermischung raucht, den scheinbaren Freund Max kennenlernt.
Dass dieser nur ein Dealer ist, der keine Freundschaft kennt, merkt Ben erst, als er die schulische wie die musikalische Laufbahn ebenso ruiniert hat wie die Beziehung zu Anna. An ihr wurde deutlich, wie auch Familie und Freunde durch die Sucht eines Menschen belastet werden.
Und weil "Chapeau Claque" immer interaktiv ist, ging es abschließend in den direkten Dialog mit den Schülern. Gerade die so genannten Kräutermischungen oder auch "Legal Highs" gaukeln eine Harmlosigkeit vor, hinter der sich doch nur die Droge mit all ihren unerwünschten Wirkungen verbirgt, wurde deutlich. Das wissen auch die meisten Jugendlichen - ein Erfolg der massiven Aufklärung durch die Schulsozialarbeit des Roten Kreuzes.
Von den Sozialarbeiterinnen, wie auch von den Schauspielern erfuhren sie außerdem, wo die wirklichen Hilfen liegen, wenn es mal schwer wird im Leben: bei Freunden, Familie oder auch professionellen Beratungsstellenund natürlich bei der Schulsozialarbeit und den Lehrern. sw