Das Kulturamt in Haßfurt veranstaltet am Freitag, 12. Februar, mit "Kill me, Kate" im Gewölbekeller der Stadthalle eine Theater-Dramödie. "Kill me, Kate" ist eine moderne Komödie über eine Tragödie, heute eine Frau zu sein, heißt es in der Ankündigung.
Die Theatermacherin Nora, gespielt von Inka Meyer, hat ein Problem: Für die nächste Spiel-zeit wurde ihr das Shakespeare-Stück "Der Widerspenstigen Zähmung" zur Inszenierung aufgebrummt. Doch ist es überhaupt möglich, 40 Jahre nachdem die ersten Frauen ihre BHs verbrannten, ein Stück mit derart mittelalterlichen Rollenbildern auf die Bühne zu bringen?
Die Aufgabe wird für Nora schnell zur Bestandsaufnahme: Wie geht es den Frauen, die Kinder haben und arbeiten? Die keine Kinder haben und arbeiten? Die Kinder haben und nicht arbeiten? Weib oder Weibchen? Gleichgestellt oder zurückgestellt? Powerfrau oder Übermutter? Und wo stecken eigentlich die Männer? Wo sie vor 50 Jahren auch steckten - im Büro? Drei Viertel aller Väter nehmen nur zwei Monate Elternzeit, parallel zur Elternzeit ihrer Frau. Wer kocht also den Bio-Möhrenpastinakenbrei?


Auch für Männer

In dem Stück geht's um Frauen. Aber anders. Das heißt: Kein Mann-Frau-Gedöns und auch kein Latzhosen-Feministinnen-Genöle. Frei von den Rollenklischees. Es geht um Themen wie Arbeit, Familie, Rente. Hochpolitisch, aber sehr komisch. Auch für Männer.
Der Termin der Aufführung ist am Freitag, 12. Februar, um 20 Uhr im Gewölbekeller der Stadthalle Haßfurt. Karten gibt es in der Poststelle Holch in Zeil und beim Kulturamt in Haßfurt, Telefon 09521/9585745. red