Vor großem Publikum stellten Kreisheimatpfleger Siegfried Scheidig sowie die Mitautoren Frank Barteld und Frank Schein die Buchreihe "Thüringisch-Fränkischer Schieferbergbau 1 und 2" vor. Dazu wählte man das Technische Denkmal am Staatsbruch Lehesten, und zwar die imposante Göpelschachtanlage am Bruch "Kießlich", nach neuesten Erkenntnissen 1863 erstmals urkundlich erwähnt. Die Autoren Siegfried Scheidig und Frank Barteld erinnerten an das mühevolle, sehr arbeitsintensive Zustandekommen der beiden Bücher mit 520 Seiten sowie 942 Abbildungen in Farbe und schwarz-weiß. Aufgrund der mittlerweile 35-jährigen Recherche habe man in den Archiven von Thüringen und Franken enorm viel Material sichten können. Als ein Glücksfall habe sich Betriebsleiter und Chronist Alfons Olbricht aus Unterloquitz erwiesen, dessen Bilderarchiv für die Bücher eine Bereicherung gewesen sei.


"Lücke geschlossen"

Ebenfalls habe Geologe Reiner Schubert mit seinen umfassenden und vor allem fachkundigen Erläuterungen wertvolle Hilfe geleistet. Weiter dankte Scheidig der Carl-August-Heinz-Stiftung sowie der Sparkasse Kulmbach-Kronach und der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt für die Unterstützung. Wie Landratsstellvertreter Gerhard Wunder ausführte, werde mit den beiden Schieferdokumentationen eine weitere Lücke in der Heimatgeschichte des Thüringer und des Frankenwaldes geschlossen. So gleichen beide Bücher - hervorragend aufgemacht - einer Liebeserklärung an diesen uralten Baustoff, der die Menschen vor Wind und Wetter zu allen Jahreszeiten optimal schützte. gf