Samstag arbeitsfrei? Nicht so für die Mitarbeiter der Werkstatt Augsfeld der Lebenshilfe Schweinfurt am Samstag, 18. November. Anlässlich ihres 40. Werkstattjubiläums fahren die Mitarbeiter mit und ohne Behinderung gerne eine "Extraschicht". Sie laden von 10 bis 16 Uhr alle Interessenten ein, einmal bei vollem Betrieb die Arbeitsatmosphäre in der Werkstatt Augsfeld zu erleben und den Mitarbeitern am Schulplatz 4 über die Schulter zu schauen, wie die Lebenshilfe mitteilte.
In Werkstattführungen um 10.30, 12.30, 13.30 und 14.30 Uhr erhalten die Besucher einen Überblick über das Angebots- und Leistungsspektrum der Werkstatt und einen Einblick in die Arbeitswelt der Mitarbeiter mit Behinderung. Ein kostenloser Shuttlebus um 11, 13 und 14 Uhr bietet die Möglichkeit, auch den Standort Zell zu besuchen.
Bei einem Werkstattquiz für erwachsene Besucher werden mittels einer Laufkarte einzelne Arbeitsgruppen aufgesucht und Mitarbeiter nach Antworten und Lösungen befragt. Dabei warten Preise wie eine hausgezimmerte Gartenbank oder 50- und 30-Euro-Einkaufsgutscheine für den Werkstattladen auf Gewinner. Zudem bietet sich beim Quiz die Gelegenheit, mit den behinderten Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Das Bastel- und Begegnungsangebot "Sausewind" für Kinder verläuft ähnlich.
Mehr Werkstatt zum Mitnehmen gibt es im eigenen Werkstattladen und an einem großen Sonderverkaufsstand. Für vorweihnachtliche Stimmung mit Musik vom Augsfelder Blech ist gesorgt. Ab 17 Uhr klingt die "Extraschicht" mit einer spektakulären Feuerjonglage-Show der Gruppe "Firlefanz" aus.
Die zur Lebenshilfe Schweinfurt gehörende Werkstatt für behinderte Menschen in Augsfeld wurde 1977 mit rund 40 Mitarbeitern eröffnet und stetig erweitert. 2010 schuf sie sich mit 60 neuen Arbeitsplätzen in Zell am Ebersberg ein zweites Standbein.
Heute schafft die Werkstatt Augsfeld für circa 300 Menschen mit Behinderung einen für sie passenden Arbeitsplatz in der Region. Für Erwachsene mit schweren geistigen und mehrfachen Behinderungen bietet eine angegliederte Förderstätte mit 25 Plätzen einen zweiten Lebensraum außerhalb des Elternhauses und damit Wertschätzung sowie Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. red