Auch wenn die HSG Rödental/Neustadt durch ihren Heimerfolg letzte Woche gegen HaSpo Bayreuth II das Männerteam der HG Kunstadt vorzeitig zum Bezirksoberliga-Meister gemacht hatte, wurmte das Ergebnis die spielfreie HGK doch ein wenig. "Wir hätten gerne den Titel vor eigenem Publikum unter Dach und Fach gebracht", erklärte Kunstadts Kapitän Oliver Oester vergangenes Wochenende. Aber dennoch will man sich am Sonntag um 16 Uhr in der Heimpartie gegen die SG Bad Rodach/Großwalbur den eigenen Fans in meisterlicher Form präsentieren.
Denn eins wissen Oester & Co ganz sicher: Diese Fans haben es nach den knapp verpassten Aufstiegen der beiden Vorjahre absolut verdient, den Weg in die Landesliga gebührend zu feiern. Und dass man dieses Ziel bereits drei Spieltage vor Saisonende erreicht hat, spricht nicht zuletzt für die Ausnahmestellung dieses Teams, was viele vor allem mit den Verstärkungen durch Spieler wie Hajck Karapetjan erklären. Die bisher so weiße Weste von 17 Siegen in 17 Partien ist aber vor allem ein Verdienst der mannschaftlichen Geschlossenheit und somit auch des Spielertrainers Johan Andersson. Und auch wenn die HG bereits ihr Ziel erreicht hat, gibt sie sich damit nicht zufrieden. 2016 zog die SG Rödental ohne Punktverlust in die Landesliga, 2018 will dies auch die HGK schaffen.
Allerdings würden die Kunstadter einen schweren Fehler begehen, wenn man die SG Bad Rodach/Großwalbur nur nach deren Tabellenplatz bewerten würde. Mit gerade einmal 4:34 Zählern steht das Team von Stefan Schreier dort ganz unten, kann aber noch die SG 12 Bamberg/Hallstadt überholen, was wohl zum Klassenerhalt reichen würde. Ansonsten muss Bad Rodach darauf hoffen, dass der HSV Hochfranken, vergangene Saison der große Konkurrent der HG Kunstadt, den Klassenerhalt in der Landesliga Nord schafft. Zu Ende ist die Saison am Wochenende lediglich für die Badstädter, alle anderen Bezirksoberliga-Teams haben noch eine beziehungsweise zwei Partien zu absolvieren.


Rödentaler hoffen auf Platz 2

Die Möglichkeit sich in der Tabelle zu verbessern hat der TV Weidhausen (6.) beim Gastspiel in Weißenstadt am Samstag um 16.30 Uhr. Bei einem Erfolg gegen den Tabellenfünften Marktleuthen/Niederlamitz würde das Team von Trainer Frank Steinberger einen Platz gutmachen.
In der Ahorner Sportbegegnungshalle kommt es am Sonntag (14.30 Uhr) zum Derby zwischen der HG Hut/Ahorn und der HSG Rödental/Neustadt, die nach dem Erfolg am vergangenen Spieltag gegen Bayreuth wieder auf den zweiten Platz hoffen dürfen. Die HaSpo-Reserve, die einen Punkt Vorsprung auf die HSG hat, ist allerdings zu Hause gegen Ebern klarer Favorit. Das ist auch Rödental in Ahorn, aber die HG bewies schön öfters in der Saison, dass sie durchaus ein unangenehmer Gegner sein kann. mts/ebi