Zum Leserbrief "Werde Leo weiter suchen" vom 31. Oktober:

Mich als Mitglied des Deutschen Tierschutzbundes und ehrenamtlicher Helfer bei Tasso (Haustierzentralregister für die Bundesrepublik Deutschland; Anm. d. Red.) verwundert es doch sehr und schockiert es zugleich, dass ein Tierschutzverein einen ihm anvertrauten Kater wieder aussetzt, um sich nicht der Tierquälerei schuldig zu machen. So die Aussage der Vorsitzenden des Vereins gegenüber dieser Zeitung vom 28. Oktober.
In dem Leserbrief von Frau Tilsner vom 30. Oktober war der Kater bereits anfassbar und wäre gerne von ihr übernommen worden. Trotzdem wurde er ausgesetzt.
Ich bezweifle sehr, dass dies dem Tierschutzgedanken und dem Ansehen des Vereins hier in Oberfranken als auch generell dem Tierschutz förderlich ist.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass so ein Streuner seine Zeit braucht, um komplett Vertrauen zu fassen. Auch ich habe vor zehn Jahren einen "wilden" Kater aufgenommen.
Ich kann das Handeln des Tierheimes in keinster Weise nachvollziehen und verurteile dieses aufs Äußerste. Des Weiteren stellt sich mir die Frage, wer denn den Tierschutzgedanken und das entsprechende Handeln in einem Tierheim überprüft.
Da drängt sich doch auch gleich noch eine weitere Frage auf, was denn mit den 103 Mäusen passiert, die wie der Fränkische Tag am 19. Oktober berichtete, vom Tierheim Forchheim aus dem Tschechien-Transport aufgenommen wurden.
Sabine Stoschek
Baiersdorf