"Wir sind dann mal weg - Wer stoppt die Abwanderung aus Bayerns Grenzregionen?" So lautet das Thema der Sendung "Jetzt red i" im Bayerischen Fernsehen, die am Mittwoch, 23. Mai, aus der Dreifachturnhalle im Kronacher Schulzentrum gesendet wird.
Die Bürger sind eingeladen, mit Heimatminister Albert Füracker von der CSU und dem Landesvorsitzenden der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, zu diskutieren.
"Wir werden uns mehr auf strukturschwache Räume konzentrieren. Dazu werden wir einen Investitionsfond von 50 Millionen Euro auflegen", kündigte Ministerpräsident Markus Söder in seiner ersten Regierungserklärung an.
Das hört man besonders in Nordostbayern gerne, denn die Region hat es seit Jahrzehnten schwer. Während die Ballungsräume immer weiter wachsen, schrumpft dort die Einwohnerzahl stetig, teilt das BR-Fernsehen vorab zu der Sendung mit. Vor allem junge, gut ausgebildete Menschen gehen weg. Sie zieht es in den reicheren Süden. Wo es mehr attraktive und lukrative Jobs gibt und die großen Städte mit attraktivem Kultur- und Freizeitangeboten locken. Ihre Heimat leidet unter der Abwanderung: Häuser und Geschäfte stehen leer, Fachkräfte fehlen und die Bevölkerung wird immer älter.
Die Politik versucht gegenzusteuern: Investitionsfonds werden aufgelegt, Behörden verlagert und die Internetversorgung ausgebaut. Diese "erfolgreiche Heimatstrategie für die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen in ganz Bayern" will der neue Heimatminister Albert Füracker (CSU) fortsetzen.
Doch trotz erster Erfolge wird der Abwanderungstrend wohl auch in den nächsten Jahren anhalten. Besonders hart trifft es den Landkreis Kronach: Bis 2035 rechnet das Landesamt für Statistik hier mit einem Bevölkerungsrückgang von rund 13 Prozent. Auch hier sind es vor allem die Jungen, die ihrer Heimat den Rücken kehren.


Was können die Bürger tun?

Wie können die ländlichen Regionen - gerade für jüngere Menschen - attraktiver werden? Kann die Staatsregierung ihr Versprechen halten und "gleichwertige Lebensverhältnisse" in Bayern schaffen? Was können die Bürger tun, um ihre Heimat lebenswerter zu machen? Darüber diskutieren Bürgerinnen und Bürger mit Heimatminister Albert Füracker und dem Landesvorsitzenden der Freien Wähler Hubert Aiwanger am kommenden Mittwoch, 23. Mai, in der Dreifachturnhalle, Am Schulzentrum 15, in Kronach. Einlass ist um 19.15 Uhr, Sendungsbeginn um 20.15 Uhr. red