Einer der Höhepunkte im Lauf des Jahres ist in Zeil stets der Faschingsabend des katholischen Frauenbundes im Pfarrsaal. Neben Mitgliedern machte auch heuer die Jugend mit. Weitere Akteure waren die Jüngsten der Zeiler Narrenzunft (ZNZ), eine Tanzgruppe aus Sand und Pfarrer Michael Erhart. Sie alle traten an, um mit ihren Sketchen und humorvollen Vorträgen die Gäste zu unterhalten.

Den Auftakt bildeten die Kleinen der ZNZ-Kindertanzgruppe, die Tina Hömer trainiert. Sie tanzten sich mit ihren Hexenbesen in die Herzen der Besucher.

Mit launigen und gereimten Worten hieß Ulrike Steigner im Namen des Vorstandsteams die Besucher willkommen. Ein besonderer Dank galt der Musikgruppe Lorenz Eirich, Klaus Keller und Gerhard Ullrich, die im Laufe des Abends für Stimmung im Saal sorgten.

Beim Sketch "Engel und Teufel auf Nachwuchssuche" ließen Ulrike Steigner als Engel und Uschi Mitlöhner als Teufel nichts unversucht, um Bewohner für den Himmel und die Hölle zu finden. Am Ende einigten sie sich darauf, dass sie die Faschingslumpen aufteilen. Der Bürgermeister darf mit in die Hölle und der Pfarrer in den Himmel genommen werden.

Ein Generationenproblem offenbarte der Sketch, bei dem Christa Schlegelmilch als Kundin ihre Schreibmaschine zur Reparatur brachte, weil das "F" hängt. Der Monteur vom Elek-troservice (Clemens Reitelbach) schien aufgrund seines jugendlichen Alters überfordert. Er fragte nach dem Akku, ohne den er das Ding nicht "hochfahren" könne. Und sie wollte das Ding nicht updaten, sondern reparieren lassen.

Dann wurde es dunkel auf der Bühne und im Saal. Es kam eine Frauen-Tanzgruppe des Zeiler Turnvereins. Unter der Leitung von Martha Schübert und Irene Erlwein hatten sie einen beeindruckenden Tanz einstudiert, bei dem weitgehend nur die Leuchtstreifen auf ihrer Kleidung zu sehen waren.

Das richtige Verhalten

Zum Lachen brachte Christina Zitzmann die Gäste mit ihren Sicherheitshinweisen für einen Festgottesdienst. Wie die Stewardess im Flugzeug informierte sie über nicht ganz ernst zu nehmende "Verhaltensregeln im Gottesdienst".

Dass Frauen auch über sich selbst lachen können, bewies der Vortrag von Ulrike Steigner mit der "Anleitung für weibliche Kunden", wie sie am "Drive-in-Schalter" Geld abheben können. Hier wurden Vorurteile und Klischees über Frauen in überspitzter Form zu Gehör gebracht.

Bei der Darbietung "Kirchen-Aerobic" ging es darum, die Besucher körperlich und geistig fit für den nächsten Gottesdienst zu machen. Von der Bühne aus gaben Martha Schübert, Christa Schlegelmilch und Irene Erlwein Anweisungen für nützliche Körper- und Gesichtsgymnastik, bei der die Besucher mitmachten konnten.

In Motorradfahrerkluft und mit angelegten Verbänden war Pfarrer Michael Erhart gekommen. In geschliffenen und hintergründigen Reimen berichtete er von seinem Hobby und dem Unfall, den er vor einer Trauung am Zeiler Käppele hatte. Auch vom Stadtgeschehen, dem 1000. Stadtjubiläum und was so rund ums Käppele passierte, wusste er einiges zu berichten.

Die Tanzgruppe aus Sand, die zu den Klängen von "Der Berg ruft" durch den Saal und über die Bühne tanzte, bildete den Abschluss der Darbietungen an diesem unterhaltsamen Abend. Mit ihrem gereimten Schlussprolog ließ Birgit Herrnleben den Abend noch einmal gedanklich Revue passieren. HB