Die neue Seniorentagesstätte im früheren Landgasthaus "Zum Unteren Wirt" ist offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden. Pfarrer Peter Ahrens, zugleich Vorsitzender des örtlichen Diakonievereins, brachte seine Freude über das gelungene Werk zum Ausdruck.
Das Angebot könne je nach Pflegestufe durch eine Kostenübernahme der Pflegekasse finanziert werden, so Ahrens. Es sei frei wählbar, an wie vielen Tagen in der Woche die Seniorentagesstätte besucht werde. Sie sei von Montag bis Freitag von 8 bis 16.30 Uhr geöffnet - "und bei Bedarf vielleicht eines Tages auch am Wochenende".
Solange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu wohnen und selbstständig für sich zu sorgen, das wünschen sich nach den Worten von Pfarrer Ahrens wohl die meisten Menschen: "Damit dies gelingt, braucht es Angebote vor Ort für Senioren und auch für pflegebedürftige Menschen." Der wichtigste Grund für die Schaffung einer Seniorentagesstätte sei der Bedarf an einer Betreuung gerade tagsüber gewesen. Die Einrichtung sei eine sinnvolle Ergänzung der ambulanten Krankenpflege.
Die Seniorentagesstätte "Unterer Wirt" hat laut Vorsitzendem zugleich für die Beschäftigungsstruktur des Pflegeteams einen positiven Effekt. Ahrens erinnerte auch an die Historie und an die Tatsache, dass bei der Verwirklichung der Seniorentagesstätte eine Vielzahl gesetzlicher Vorschriften und Bestimmungen beachtet werden musste. Gleichzeitig habe man ein tragfähiges betriebswirtschaftliches Konzept erstellen müssen. Ahrens dankte Angelo Henninger für seinen unermüdlichen Einsatz. Gleichzeitig habe Stationsleiterin Margit Weinlein eine inhaltliche Konzeption erarbeitet, schloss der Vorsitzende.
Dekan Thomas Kretschmer überbrachte die Grüße des Dekanats und des Diakonischen Werks Kulmbach. Er sei sicher, dass sich die Senioren in der Tagesstätte wohlfühlen und vielleicht auch Gottes Nähe spüren werden.
Landrat Klaus Peter Söllner gratulierte zu einem ambitionierten Projekt, dabei auch in dem Wissen, dass sich die Formen der Pflege dramatisch verändern. Söllner lobte den Diakonieverein, der von mehreren Kommunen mit getragen wird.
Zweiter Bürgermeister Alexander Wunderlich überbrachte auch die Grüße seiner Kollegen aus Wirsberg, Trebgast, Harsdorf und Ködnitz. Für Neuenmarkt sei die neue Einrichtung neben dem Seniorenpark "Rosengarten" und der Intensivbeatmung in der Wiesenstraße ein Gewinn.
Für die VR-Bank Oberfranken Mitte und die Sparkasse Kulmbach-Kronach überreichten Hartmut Lauterbach und Ronny Metzner Geldspenden.
Stationsleiterin Margit Weinlein freute sich, dass der Traum "Tagespflege" nun endlich Wirklichkeit werden konnte.
Hans-Jörg Schmidt umrahmte die Feier auf dem E-Piano musikalisch. Werner Reißaus