Unter dem Motto "3Klang - Musik für Körper, Geist und Seele" will Rekkenze Brass den Kindern ein interaktives Konzerterlebnis bieten, das Körper, Geist und Seele in Einklang bringt, betonte Rainer Streit, das dienstälteste Mitglied des Ensembles. In Folge banden die Profimusiker die Kinder in das Geschehen mit ein und weckten so deren Interesse für die Musik.

So verdeutlichte Benjamin Sebald die unterschiedlichen Rhythmen eines Musikstückes am Beispiel des Ungarischen Tanzes Nr. 5 von Johannes Brahms, indem er verschieden schnell ein buntes Tuch schwang und zeitweise in die Luft warf und wieder auffing, was auch die Kinder synchron mitmachen durften, um ein entsprechendes Rhythmusgefühl zu bekommen. Dem gleichen Grund dienten später verschiedene Armbewegungen von Benjamin Sebald, denen die Schüler auch folgen sollten. Die Kinder lernten aber auch kennen, dass man mit Musik die verschiedensten Stimmungen zum Ausdruck bringen kann. So erkannte ein Schüler sofort, dass das von Florian Zeh mit seiner Trompete gespielte Lied vom guten Kameraden eine traurige Stimmung zum Ausdruck bringt und daher oft zu feierlichen und traurigen Anlässen wie etwa am Volkstrauertag gespielt wird. Der von der Posaunistin Elisabeth Nußrainer dargebrachte Beitrag mit einem stufenweisen Tonabfall wurde von den Schülern als lustig, überraschend oder erschreckend bezeichnet.

Heiteres Liederraten

Die vom Hornisten Sebastian Krügel gespielte sanfte Weise empfanden die Kinder dagegen romantisch und melancholisch. Rainer Streit entlockte seiner Tuba neben den gewohnt tiefen Tönen, die nach Ansicht einiger Kinder unheimlich wie ein Monster klangen, auch weniger furchterregende Töne. Schließlich spielten die Musiker ein Potpourri bekannter Melodien, die die Schüler erraten sollten. Diese erkannten sie meist sehr schnell, vor allem, wenn es sich um Filmmusiken handelte. So war unter anderem Musik aus Pipi Langstrumpf, dem rosaroten Panther und Fluch der Karibik zu hören. Alte Volkslieder wie "Ein Männlein steht im Walde" oder "Weißt du wie viel Sternlein stehen?" wurden dagegen seltener erkannt.

Auf die Frage, wer die Instrumente des Ensembles kennt, meldete sich ein Junge. Er sollte auch gleich die einzelnen Instrumente von tiefer nach hoher Stimmlage einordnen, was ihm auch mit etwas Hilfe von Rainer Streit gelang. Streit informierte auch über einige ungewöhnliche Instrumente, die früher von bestimmten Völkern zur Verständigung verwendet wurden. So nutzten einst die Wikinger eine gekrümmte Meereshornschnecke als eine Art Trompete und das bekannte Didgeridoo der australischen Ureinwohner Aborigines führte er sogar vor.

Dann stellten die Musiker ihre Instrumente im Hinblick auf die einzelnen Teile genauer vor und erzeugten mit ihren Instrumenten Töne, die Tierlauten täuschen ähnlich klangen. Anschließend holte Rainer Streit acht Schüler, die sich für Blasmusik interessierten, vor zur Bühne, drückte ihnen jeweils eine rote Kinderposaune (pBuzz) in die Hand und ließ sie unter Begleitung der Ensemblemitglieder den James-Brown-Hit I Feel Good spielen. Zum Abschluss sangen die Kinder zur Duke-Ellington-Melodie C-Jam Blues mit "Lichten-, Lichtenfels" ein textlich einfaches Lied, was aber auch Spaß machte.