"Hurra, die Schule brennt", dachte sich der eine oder andere Knetzgauer am Wochenende. "Nein, brennen soll sie nicht, aber eine Alarmierung während einer Unterrichtsstunde wäre mal nicht schlecht", kommentierte der 14-jährige Andreas Schlegelmilch von der Jugendfeuerwehr Zell.

Im Rahmen des Gemeindefeuerwehrtages der Gemeinde Knetzgau wurde ein Brand in der Dreibergschule in Knetzgau angenommen. Die Feuerwehren wurden für die Großübung alarmiert und in kürzester Zeit waren die Feuerwehren aus Knetzgau sowie aus Zell, Westheim, Hainert, Ober- und Unterschwappach sowie Wohnau und Eschenau mit 100 Leuten und zwölf Autos angerückt. Unter der Koordination des Knetzgauer Feuerwehrkommandanten Thomas Finger und seines Stellvertreters Manuel Smuda verlief die Übung reibungslos. Mehrere Trupps mit Atemschutz waren im Einsatz. Zehn Personen waren als vermisst angenommen worden; sie wurden teils über Stehleitern aus dem Obergeschoss der Schule "gerettet".

"Es war ein warmer Einsatz", kommentierte Lukas Schneider aus Knetzgau die Übung. Heiß deshalb, weil die Übung in kompletter Montur bei den hohen Außentemperaturen absolviert werden musste.

Als Atemschutzträger hatte Schneider mit seinem Truppmann Marco Heilmann den "Brandherd" ausgekundschaftet. "Eine Laufkarte, die in der Meldezentrale am Eingang der Schule hinterlegt ist, war sehr hilfreich beim Einsatz ", erklärte Heilmann. Anhand dieser Karte konnten die Atemschutzgeräteträger erkennen, welcher Brandmelder den Alarm zur Rauchentwicklung ausgelöst hatte. cr