"Sie haben mit Sicherheit Leben verlängert und gerettet", verkündet BRK-Kreisverbandsvorsitzender Stefan Müller und wendet sich an 45 Männer und Frauen aus Höchstadt und den umliegenden Gemeinden, die Meilensteine von 50 bis 150 Blutspenden erreicht haben. Gemeinsam mit Beate Ulonska, der Kreisgeschäftsführerin des BRK, und Octavia-Sorina Mercan, der Leiterin der Senioreneinrichtung in Etzelskirchen, ehrte Müller am Donnerstagabend die langjährig aktiven Blutspender. Von den Bürgermeistern ihres jeweiligen Heimatortes erhielten sie außerdem ein Geschenk als Anerkennung ihres treuen Engagements.

Für die Geehrten ist es zur Routine und zu einer Herzensangelegenheit geworden, regelmäßig einen halben Liter ihres Bluts für Schwerkranke und Unfallopfer zur Verfügung zu stellen. "Ich möchte anderen Menschen helfen", erklärte Bernhard Dressel schlicht, der für 150 Spenden eine besondere Ehrung erhielt. Gerade diese Regelmäßigkeit des Spendens ist wertvoll, da das Blut nur bis zu 42 Tage haltbar ist und somit ständig für Nachschub gesorgt werden muss. Allein in Bayern werden täglich etwa 2000 Blutkonserven benötigt.

Mutter und Sohn

"Man weiß nicht, wem man hilft, aber man weiß, dass man hilft", fasste Gertrud Lotter aus Wachenroth, die bereits 100 Mal Blut gespendet hat, zusammen. Auch Hannelore Holzmann aus Röttenbach knackte die 100 Blutspenden und weiß besonders zu schätzen, dass ihr Blut regelmäßig auf zentrale Parameter getestet wird. Etwas Gutes zu tun, wovon auch die eigene Gesundheit profitiert, motiviert auch Anneliese Bräunig (125 Spenden) und ihren Sohn Roland Bräunig (75 Spenden). Er folgte dem Vorbild seiner Mutter, und inzwischen begleitet ihn schon seine vierjährige Tochter als begeisterte Zuschauerin zu den Terminen.

"Auch in diesem Jahr ging die Zahl der Blutspender leider zurück", berichtete Stefan Müller. Gerade deshalb wisse das BRK die Beständigkeit der Geehrten zu schätzen. Müller bezeichnete sie als Vorbilder und fügte hinzu: "Nachahmer sind gewünscht."